Sammelbegriff für Fenster mit zwei hintereinanderliegenden Verglasungsebenen. Im Altbau stecken dahinter zwei verschiedene Bauarten, die sich in Pflege, Dämmwert und Sanierung deutlich unterscheiden.
| Verbundfenster | Kastenfenster | |
|---|---|---|
| Aufbau | zwei Flügel direkt miteinander verbunden, zum Reinigen aufklappbar | zwei getrennte Fensterebenen in einem Kasten mit Futter |
| Abstand der Scheiben | wenige Zentimeter | oft 10 bis 15 cm |
| Verbreitet | 1950er- bis 1970er-Jahre | Gründerzeit und Jugendstil |
| Schallschutz | mittel | sehr gut |
| Sanierung | Dichtungen, Beschläge, oft Austausch sinnvoll | Aufarbeiten lohnt häufig, siehe Kastenfenster |
Beide haben einen Luftraum zwischen den Scheiben, der wie ein Puffer dämmt. Die Schwachstelle ist dieselbe: Ist der innere Flügel undichter als der äußere, gelangt feuchte Raumluft in den Zwischenraum und die äußere Scheibe beschlägt von innen. Neue Dichtungen am Innenflügel beheben das oft schon.
Ob Aufarbeiten oder Austauschen, hängt vom Zustand des Holzes, vom Denkmalschutz und davon ab, was mit der Fassade geplant ist. Siehe U-Wert, Laibung und Fenster & Außentüren.
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