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Ratgeber

Altbau nach Baujahr: Bauweise, Schäden, Reihenfolge

Wie man einen Altbau saniert, hängt am Baujahr: Gründerzeithäuser bis 1918 haben massive Vollziegelwände und Holzbalkendecken, Bauten der 1950er dünne Wände aus Hohlblock oder Bims, Häuser der 1960er und 1970er zweischaliges Mauerwerk und oft Flachdächer. Fünf Klassen – inklusive Fachwerk – zeigen je Bauzeit Bauweise, typische Schäden und die richtige Reihenfolge.

Baualtersklassen
5
Ratgeber-Themen
14
Lexikonbegriffe
189
Gründerzeit-Treppenhaus mit gedrechseltem Geländer, im Umbau

Baujahr-Finder

Wann wurde Ihr Gebäude gebaut?

Wählen Sie die passende Epoche. Darunter sehen Sie den typischen Heizlast-Kennwert und eine Kurzcharakteristik.

Heizlast-Kennwert 120–160 W/m² Wohnfläche

Gründerzeit bis 1918

Vollziegel, Holzbalkendecken, Stuck und Kastenfenster — hohe Substanzqualität, hoher Wärmeverlust.

Ratgeber lesen Heizlast 120–160 W/m²
Heizlast-Kennwert 110–150 W/m² Wohnfläche

Zwischenkriegszeit 1919–1945

Sparsam gebaut, oft mit Hohlmauerwerk oder Schlackebeton — Materialqualität sehr unterschiedlich.

Ratgeber lesen Heizlast 110–150 W/m²
Heizlast-Kennwert 100–140 W/m² Wohnfläche

Wiederaufbau 1946–1959

Knappe Materialien, dünne Wände, aber klare Grundrisse und meist gute Statik.

Ratgeber lesen Heizlast 100–140 W/m²
Heizlast-Kennwert 90–130 W/m² Wohnfläche

Bauboom 1960–1978

Die größte Baualtersklasse und der größte Sanierungsstau — direkt vor der ersten Wärmeschutzverordnung.

Ratgeber lesen Heizlast 90–130 W/m²
Heizlast-Kennwert 130–180 W/m² Wohnfläche

Fachwerk alle Epochen

Eigene Bauphysik, eigene Regeln — hier entscheidet die Materialwahl über den Bestand des Hauses.

Ratgeber lesen Heizlast 130–180 W/m²

Heizlast im Vergleich

Typische Spannen der 5 Klassen in W/m². Der Balken zeigt, wo die Spanne auf der Skala von 90 bis 180 W/m² liegt.

  • Gründerzeit bis 1918 120–160 W/m²
  • Zwischenkriegszeit 1919–1945 110–150 W/m²
  • Wiederaufbau 1946–1959 100–140 W/m²
  • Bauboom 1960–1978 90–130 W/m²
  • Fachwerk alle Epochen 130–180 W/m²

Einordnung

Warum das Baujahr die wichtigste Angabe ist

Zwei Häuser mit gleicher Wohnfläche können sich im Heizwärmebedarf um den Faktor drei unterscheiden — allein wegen Wandstärke, Deckenkonstruktion und Fensterart. Deshalb fragen wir in jeder Anfrage zuerst nach dem Baujahr: Es entscheidet darüber, welcher Betrieb passt und welche Maßnahme überhaupt sinnvoll ist.

  • Faktor 3beim HeizwärmebedarfSo stark können zwei Häuser gleicher Wohnfläche voneinander abweichen.
  • 90–180W/m² HeizlastSpanne über alle 5 Baualtersklassen.
  • 0,67 %Sanierungsquote 2025Energetisch sanierter Anteil der Wohngebäude pro Jahr.
  • rund 2 %wären nötigPro Jahr, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen.

Sanierungsquote: im Auftrag des BuVEG, ermittelt von B+L Marktdaten; Bericht vom 12.02.2026. Heizlast-Spannen: Baualtersklassen auf dieser Seite.

Ratgeber-Themen

Ratgeber für den Altbau

14 Themen: Heizung, Dämmung, Elektrik, Wert, Ausbau und Feuchte.

Stand: 10/2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub

Baujahr, Wert und Steuer

Das Baujahr bestimmt nicht nur die Bautechnik, sondern auch den rechnerischen Rest an Nutzungszeit – und damit den Verkehrswert und die Höhe der jährlichen Abschreibung. Jede größere Modernisierung setzt dieses Baujahr rechnerisch nach vorn. Wie das Punktemodell der ImmoWertV das bewertet und wann sich ein Gutachten lohnt, steht unter Restnutzungsdauer im Altbau.

Zum Thema Restnutzungsdauer →

Angebotsservice

Drei Angebote von Betrieben, die Arbeiten im Bestand anbieten.

Acht kurze Fragen, rund zwei Minuten. Derzeit haben wir noch keine Partnerbetriebe: Ihre Anfrage liest der Inhaber von Altbau-Ausbau.de selbst und antwortet Ihnen innerhalb von zwei Werktagen, etwa mit einem passenden Kontakt. Ihre Daten gibt er nur mit Ihrer Zustimmung weiter.

  • Kostenlos
  • Unverbindlich
  • Antwort in 2 Werktagen

Bezahlt wird der Service von den Handwerksbetrieben, die eine Anfrage annehmen.

Sanierter Altbau-Wohnraum mit Natursteinwand und Kaminofen