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Haus aus den 50er-Jahren sanieren (Wiederaufbau 1946–1959)

Ein Haus aus den 50er-Jahren sanieren heißt: dünne Außenwände aus Hohlblock oder Bimsbeton, meist Stahlbetondecken, einfache Holzfenster und ein ungedämmtes Sparrendach. Die richtige Reihenfolge: zuerst auf Asbest in Faserzement und Bodenklebern prüfen, dann Dach und Fassade dämmen, die Fenster im selben Zug tauschen und die Heizung zuletzt auf die gesunkene Heizlast auslegen.

Bauzeit
1946–1959
Spez. Heizlast
100–140 W/m²
Anteil
rund 14 % des Wohnbestands

Typische Konstruktion

Typischer WandaufbauGesamtdicke rund 275 mm
Innenputz 15 mmHohlblock oder Bims 240 mmAußenputz 20 mm

Ungedämmt liegt der Wärmedurchgang dieser Wand bei etwa 1,6 W/m²K. Nach einer Außendämmung mit 16 cm erreicht dieselbe Wand rund 0,20 W/m²K.

  • Außenwände 24–30 cm, oft Hohlblock oder Bimsbeton, U-Wert 1,2–1,7 W/m²K
  • Massive Stahlbetondecken werden zum Standard
  • Einfache Holzfenster, ab Ende der 1950er erste Verbundfenster
  • Ziegel- oder Betondachsteine auf ungedämmtem Sparrendach
  • Keller mit Betonboden, Abdichtung meist nur schwarze Bitumenanstriche
Wohin die Wärme entweichtAnteile am Transmissions- und Lüftungsverlust
34 %20 %17 %10 %19 %
AußenwandDachFensterKellerLüftung

Richtwerte für ein unsaniertes Gebäude dieser Baualtersklasse. Die Reihenfolge der Sanierung folgt dieser Verteilung nur bedingt — entscheidend ist zusätzlich, wie günstig eine Fläche zugänglich ist.

Was in dieser Baualtersklasse häufig auftritt

  • Sehr hohe Transmissionsverluste über dünne Außenwände
  • Wärmebrücken an durchgehenden Betondecken und Balkonplatten
  • Nachträglich montierte Rollladenkästen als offene Wärmebrücke
  • Erste Asbestanwendungen: Faserzementplatten an Fassade und Dach
  • Feuchte Kellerwände durch gealterte Bitumenabdichtung

Sinnvolle Reihenfolge

SchrittMaßnahme
1Asbestverdacht an Faserzement und Bodenklebern klären, bevor gearbeitet wird
2Fassadendämmung — hier ist der Hebel am größten, weil die Wand so dünn ist
3Dach oder oberste Geschossdecke
4Fenster mit gedämmten Laibungen und neuen Rollladenkästen
5Heizungstausch mit Auslegung auf den gedämmten Zustand
6Kellerdecke dämmen

Der häufigste Fehler in dieser Klasse

Diese Häuser sind die dankbarsten Sanierungsobjekte: einfache Kubatur, kein Denkmalschutz, sehr schlechter Ausgangswert — also großer Effekt pro investiertem Euro. Der Stolperstein ist Asbest. Faserzementplatten, Fensterbänke, Blumenkästen, Nachtspeicheröfen und Flexplatten stammen genau aus dieser Zeit und dürfen nur von Fachbetrieben mit TRGS-519-Qualifikation entfernt werden — siehe Schadstoffsanierung im Altbau.

Angebotsservice

Drei Angebote von Betrieben, die Arbeiten im Bestand anbieten.

Acht kurze Fragen, rund zwei Minuten. Derzeit haben wir noch keine Partnerbetriebe: Ihre Anfrage liest der Inhaber von Altbau-Ausbau.de selbst und antwortet Ihnen innerhalb von zwei Werktagen, etwa mit einem passenden Kontakt. Ihre Daten gibt er nur mit Ihrer Zustimmung weiter.

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  • Unverbindlich
  • Antwort in 2 Werktagen

Bezahlt wird der Service von den Handwerksbetrieben, die eine Anfrage annehmen.

Stand: 09/2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub