Bestandsgebäude seit 1998 · Schwerpunkt Baujahr vor 1979

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Deckenputz

Der Putz an der Decke. Im Altbau hängt er selten direkt am Tragwerk, sondern auf einem Putzträger unter der Holzbalkendecke – und genau dort liegt sein Risiko.

PutzträgerTypischSchwachstelle
Schilfrohr auf einer BretterschalungGründerzeit bis in die 1930er-JahreRohr und Nägel altern, der Putz löst sich flächig
Holzlatten oder Spalierlattenältere BautenPutz verliert den Halt zwischen den Latten
Rabitz – Putz auf Drahtgewebeab dem späten 19. Jahrhundert, oft bei Stuck und GewölbenRost am Gewebe bei Feuchte
Direkt auf BetonStahlbetondecken ab den 1920er-Jahrenmeist unproblematisch

Hohlstellen erkennen

Beim Abklopfen klingen gelöste Bereiche hohl. Risse, die parallel zu den Balken laufen, Wölbungen und abgesackte Flächen zeigen, dass der Putz sich vom Träger trennt. Einzelne Hohlstellen lassen sich mit Putzhaltern – großflächigen Tellerdübeln – wieder am Träger befestigen und verspachteln.

Wenn die Decke sich wölbt, nicht darunter arbeiten

Ein flächig gelöster Schilfrohrputz ist schwer und kann ohne Vorwarnung herunterfallen. Dann gehört er abgenommen und die Decke neu bekleidet, meist in Trockenbau. Vor dem Abnehmen alter Decken klären, ob Stuck erhalten werden soll und ob in der Füllung darüber Schadstoffe stecken.

Siehe Holzbalkendecke, Stuck und Maler- & Putzarbeiten.

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