| Putzträger | Typisch | Schwachstelle |
|---|---|---|
| Schilfrohr auf einer Bretterschalung | Gründerzeit bis in die 1930er-Jahre | Rohr und Nägel altern, der Putz löst sich flächig |
| Holzlatten oder Spalierlatten | ältere Bauten | Putz verliert den Halt zwischen den Latten |
| Rabitz – Putz auf Drahtgewebe | ab dem späten 19. Jahrhundert, oft bei Stuck und Gewölben | Rost am Gewebe bei Feuchte |
| Direkt auf Beton | Stahlbetondecken ab den 1920er-Jahren | meist unproblematisch |
Hohlstellen erkennen
Beim Abklopfen klingen gelöste Bereiche hohl. Risse, die parallel zu den Balken laufen, Wölbungen und abgesackte Flächen zeigen, dass der Putz sich vom Träger trennt. Einzelne Hohlstellen lassen sich mit Putzhaltern – großflächigen Tellerdübeln – wieder am Träger befestigen und verspachteln.
Wenn die Decke sich wölbt, nicht darunter arbeiten
Ein flächig gelöster Schilfrohrputz ist schwer und kann ohne Vorwarnung herunterfallen. Dann gehört er abgenommen und die Decke neu bekleidet, meist in Trockenbau. Vor dem Abnehmen alter Decken klären, ob Stuck erhalten werden soll und ob in der Füllung darüber Schadstoffe stecken.
Siehe Holzbalkendecke, Stuck und Maler- & Putzarbeiten.
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Stand: 10.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub