Ein Pilzbefall auf feuchten Oberflächen. Er braucht drei Dinge: Feuchte, Nährstoffe und Zeit. Nur die Feuchte lässt sich im Gebäude wirklich abstellen – deshalb ist Schimmel immer ein Feuchteproblem, kein Reinigungsproblem.
| Wo er auftritt | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Raumecken an Außenwänden, hinter Möbeln | kalte Oberfläche, zu wenig Luftbewegung – siehe Wärmebrücke |
| Fensterlaibungen nach dem Fenstertausch | dichte Fenster, unverändertes Lüften: Die Feuchte schlägt sich jetzt an der kältesten Stelle nieder |
| Kellerwände im Sommer | Kondensat aus warmer Außenluft – siehe Lüftungs-Check |
| Unten an der Wand, mit Salzrändern | aufsteigende Feuchte aus dem Mauerwerk – siehe Horizontalsperre |
| Örtlich begrenzter Fleck, wächst | Rohrschaden – Wasserzähler prüfen |
Ab etwa 80 % relativer Feuchte an der Oberfläche wächst Schimmel, nicht erst bei sichtbarem Wasser. Das entspricht bei 20 °C Raumluft und 50 % Feuchte einer Oberfläche von etwa 12,6 °C.
Kleine Flächen unter einem halben Quadratmeter auf festen Oberflächen können Sie selbst entfernen, mit 70- bis 80-prozentigem Alkohol, Handschuhen und FFP2-Maske. Größere Flächen, befallene Dämmung, Gipskarton oder Estrich gehören zum Fachbetrieb, ebenso jeder Befall bei Kleinkindern oder geschwächtem Immunsystem. Entscheidend bleibt: Ohne die Ursache kommt der Schimmel zurück. Die vier Ursachen im Keller unterscheidet die Feuchte-Diagnose.
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Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.