Künstlicher Stein aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser. Im Altbau um 1900 als Stampfbeton in Fundamenten und Kellern, ab den 1920er-Jahren zunehmend als Stahlbeton in Decken, Stürzen und Balkonen.
Beton selbst trägt Druck hervorragend, Zug dagegen kaum. Deshalb wird Stahl eingelegt, die Bewehrung. Der Beton schützt diesen Stahl chemisch: Frisch ist er stark alkalisch, und in dieser Umgebung rostet Stahl nicht.
Carbonatisierung: der typische Altersschaden
Über Jahrzehnte dringt Kohlendioxid aus der Luft in den Beton ein und senkt dessen Alkalität. Erreicht diese Front den Stahl, beginnt er zu rosten. Rost nimmt mehr Raum ein als Stahl und sprengt die Betondeckung ab. Bei Bauteilen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren mit knapper Überdeckung ist das häufig.
| Schadensbild | Ursache |
|---|---|
| Braune Rostfahnen, abgeplatzte Stücke mit sichtbarem Stahl | Korrodierende Bewehrung |
| Feine, netzartige Risse | Schwinden beim Aushärten, meist harmlos |
| Weiße Ausblühungen | Wasser durchströmt den Beton |
| Mürber, bröseliger Kellerbeton | Feuchte und geringer Zementgehalt bei altem Stampfbeton |
Saniert wird nach einem festen Ablauf: schadhaften Beton abtragen, Stahl entrosten und schützen, mit Instandsetzungsmörtel reprofilieren, Oberfläche schützen. Bei Balkonplatten gehört vorher die Standsicherheit geprüft – siehe Balkon. Siehe auch Zementestrich und Fundament.
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Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.