| Bauart | Zeit | Typischer Schaden |
|---|---|---|
| Stahlträger in der Wand, darauf Platten oder Kappen | Gründerzeit | Rost an den Trägern, versteckt im Mauerwerk |
| Auskragende Stahlbetonplatte | 1950er- bis 1970er-Jahre | Abplatzungen, freiliegende Bewehrung, Wärmebrücke |
| Vorgestellter Balkon auf eigenen Stützen | nachträglich angebaut | bei guter Ausführung thermisch vom Haus getrennt |
Wann ein Balkon gesperrt gehört
Rostfahnen an der Unterseite, abgeplatzter Beton mit sichtbarem Stahl, eine Platte, die zur Kante hin hängt, oder Risse am Anschluss an die Wand: Dann steht die Standsicherheit infrage. Nicht mehr betreten und von einem Tragwerksplaner prüfen lassen.
Sanierung und Anbau
Bei einer Sanierung geht es fast immer um drei Dinge: eine neue Abdichtung mit ausreichendem Gefälle vom Haus weg, einen sauberen Randabschluss mit Tropfkante und die Instandsetzung des Tragwerks – bei Betonplatten das Freilegen, Entrosten und Reprofilieren der Bewehrung. Ein nachträglicher Anbaubalkon auf Stützen ist meist genehmigungspflichtig, weil er Abstandsflächen und die Fassade verändert; rechnen Sie mit Kosten ab etwa 8.000 € je Balkon.
Die vorgeschriebene Höhe des Geländers steht unter Brüstung und Geländer. Siehe auch Beton und Fassade & Dämmung.
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Stand: 10.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub