Alle baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, die verhindern, dass ein Feuer entsteht oder sich ausbreitet, und die Flucht und Rettung ermöglichen. Im Altbau mit Holzbalkendecken und Holztreppen ein zentrales Thema bei jedem Umbau.
| Anforderung | Wohngebäude, vereinfacht |
|---|---|
| Rauchwarnmelder | in allen Bundesländern Pflicht in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen |
| Zweiter Rettungsweg | für jede Nutzungseinheit mit Aufenthaltsräumen – oft über ein anleiterbares Fenster mit mindestens 0,90 × 1,20 m lichter Öffnung und höchstens 1,20 m Brüstungshöhe |
| Decken und Treppenraum | je nach Gebäudeklasse feuerhemmend bis feuerbeständig – siehe Feuerwiderstand |
Holzbalkendecke und Mehrfamilienhaus
Im Mehrfamilienhaus trennen die Decken Nutzungseinheiten und müssen deshalb je nach Gebäudeklasse eine Feuerwiderstandsdauer erreichen, die eine unverkleidete Holzbalkendecke nicht hat. Ertüchtigt wird meist von unten mit einer Brandschutzbekleidung aus Feuerschutzplatten; eine F30-Decke kostet etwa 90 bis 170 € je m² – siehe Kosten für Trockenbau.
Beim Dachausbau endet der Bestandsschutz
Wer aus einem Dachboden Wohnraum macht, schafft neue Aufenthaltsräume – und die brauchen einen zweiten Rettungsweg. Liegt das Fenster zu hoch oder ist es zu klein, wird eine Gaube oder ein größeres Dachfenster nötig. Das gehört vor den Bauantrag, nicht danach. Siehe Baurecht und Dachsanierung.
Angebotsservice
Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.