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Chemischer Holzschutz

Der Schutz von Holz mit Mitteln gegen Pilze und Insekten. Nach heutiger Norm kommt er erst dann zum Einsatz, wenn sich das Holz nicht durch Konstruktion und Holzauswahl schützen lässt.

Die Normenreihe DIN 68800 gibt eine klare Rangfolge vor: zuerst baulicher Holzschutz – Holz trocken einbauen, vor Wasser schützen, belüften, kontrollierbar halten –, dann natürlich dauerhafte Holzarten, erst zuletzt Chemie. Welche Maßnahmen nötig sind, hängt von der Gebrauchsklasse ab.

GebrauchsklasseSituationChemischer Schutz
GK 0innen, dauerhaft trocken, zum Beispiel beheizte Räumenicht nötig
GK 1 und 2innen oder überdacht, gelegentlich feucht, etwa Dachstuhlmeist durch Konstruktion vermeidbar
GK 3außen, bewittertje nach Holzart und Konstruktion
GK 4Kontakt mit Erde oder Süßwasserin der Regel erforderlich
Vereinfacht. Im bewohnten Innenraum hat chemischer Holzschutz heute praktisch nichts mehr zu suchen.

Altbehandlungen im Dachstuhl

Bis in die 1980er-Jahre wurden Dachstühle und Holzverkleidungen großflächig mit Mitteln gestrichen, die PCP und Lindan enthielten – heute verboten, im Holz aber noch vorhanden. Siehe Xylamon.

Bei aktivem Befall sind Heißluft oder gezielte Behandlung Sache eines Fachbetriebs; siehe Hausbock, Nagekäfer und Bläueschutz.

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