Die Larve lebt drei bis sechs Jahre im Splintholz, unter ungünstigen Bedingungen deutlich länger, und frisst sich parallel zur Faser durch den Balken. Sichtbar wird der Befall erst, wenn die Käfer schlüpfen: ovale Ausfluglöcher von 6 bis 10 mm, dazu Bohrmehl in Rieselspuren. Das Kernholz bleibt verschont – deshalb wirkt ein befallener Sparren von außen oft noch gesund.
| Merkmal | Hausbock | Gemeiner Nagekäfer |
|---|---|---|
| Ausflugloch | oval, 6–10 mm | rund, 1–2 mm |
| Holz | Nadelholz, nur Splint | Nadel- und Laubholz |
| Typischer Ort | Dachstuhl, warm und trocken | Dielen, Möbel, feuchte Keller |
| Gefahr für die Statik | hoch | meist gering |
Bekämpft wird er bevorzugt im Heißluftverfahren: Das Holz wird erhitzt, bis im Kern mindestens eine Stunde lang 55 °C erreicht sind. Das tötet alle Entwicklungsstadien ohne Chemie im Dachraum. Ob ein Balken danach noch trägt, ist eine eigene Frage, die ein Tragwerksplaner beantwortet – siehe Zimmerer & Statik. Zum Unterschied gegenüber dem Holzwurm siehe Gemeiner Nagekäfer.
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Stand: 10.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub