Ein Fußboden aus langen, massiven Holzbrettern, meist mit Nut und Feder auf Lagerhölzern oder direkt auf den Balken verlegt. Im Altbau bis in die 1950er-Jahre der Standard – und oft ein Grund, eine Wohnung zu mögen.
Alte Dielen sind 22 bis 30 mm stark. Jeder Schliff kostet ein bis zwei Millimeter, über der Feder müssen mindestens sechs stehen bleiben – ein gesunder Dielenboden lässt sich also drei- bis fünfmal abschleifen.
| Zustand | Was hilft |
|---|---|
| Kratzer, alte Versiegelung | abschleifen, neu ölen oder versiegeln |
| Fugen bis etwa 5 mm | Holzleisten einleimen, dann schleifen |
| Knarren | Nagelverbindung hat sich gelöst – verschrauben statt nachnageln |
| Einzelne morsche Bretter | austauschen, möglichst mit Altholz gleicher Art |
| Flächig morsch oder befallen | neuer Boden; vorher die Balkenlage prüfen |
Fußbodenheizung und Dielen
Nachrüsten lässt sie sich – als Trockensystem zwischen Lagerhölzern oder als Dünnschichtsystem unter einem neuen Boden. Die Dielen selbst bremsen die Wärmeabgabe: Eichendielen um 20 mm liegen noch im günstigen Bereich, dicke Nadelholzdielen darüber. Holz, das stark quillt und schwindet, bildet über der Heizung breitere Fugen. Oft ist eine Wandheizung die bessere Wahl, wenn der alte Boden bleiben soll.
Vor dem Schleifen gehört geprüft, was auf den Dielen klebt – siehe PAK und Asbest. Siehe auch Bodenbeläge und Trittschall.
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