Die Anwendung physikalischer Gesetze auf Gebäude: wie sich Wärme, Feuchte, Schall und Feuer in Bauteilen verhalten. Im Altbau ist sie der Grund, warum nicht jede Maßnahme funktioniert, die im Neubau selbstverständlich ist.
| Gebiet | Worum es geht | Im Lexikon |
|---|---|---|
| Wärme | Wie viel Energie durch Bauteile verloren geht | U-Wert, Lambda-Wert, Wärmebrücke |
| Feuchte | Wo Wasser kondensiert, wie es transportiert wird und austrocknet | Taupunkt, Kondensat, Diffusionsfähigkeit, Schlagregen |
| Schall | Wie Geräusche durch Wände und Decken dringen | Schallschutz, Trittschall |
| Brand | Wie lange Bauteile einem Feuer standhalten | Brandschutz, Feuerwiderstand |
Warum der Altbau anders reagiert
Ein altes Haus ist über Jahrzehnte in ein Gleichgewicht gekommen: undichte Fenster lüften, eine ungedämmte Wand trocknet nach beiden Seiten, ein beheizter Raum hält die Balkenköpfe trocken. Jede Sanierung verschiebt dieses Gleichgewicht. Dichte Fenster lassen Feuchte an kalten Wänden kondensieren, eine Innendämmung macht die Wand dahinter kalt, ein dichter Putz schließt Feuchte ein.
Deshalb gehört die Reihenfolge in die Planung
Viele Bauschäden im Bestand entstehen nicht durch schlechte Handwerksarbeit, sondern durch eine gute Einzelmaßnahme am falschen Haus oder zur falschen Zeit. Bei Innendämmungen wird das Feuchteverhalten deshalb oft mit einer hygrothermischen Simulation berechnet. Die Reihenfolge der Maßnahmen legt ein Sanierungsfahrplan fest.
Siehe Energieberatung und Innendämmung.
Angebotsservice
Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.