Eine Decke aus Stahlträgern, zwischen denen flache Ziegelgewölbe gemauert sind. Verbreitet von der Gründerzeit bis in die 1950er-Jahre, vor allem über Kellern, in Ställen und in Nassräumen.
Die Kappen leiten die Last als Gewölbe auf die Unterflansche der Träger ab; darüber liegt eine Auffüllung aus Schlacke, Sand oder Magerbeton bis zur ebenen Oberfläche. Das macht die Decke robust, steif und weniger feuchteempfindlich als eine Holzbalkendecke – aber schwer, und mit einem Schwachpunkt: den Trägern.
Rost an den Trägern
Rostende Unterflansche, abgeplatzte Kappen an den Auflagern oder braune Verfärbungen im Putz sind ein Warnzeichen. Rost nimmt mehr Volumen ein als Stahl und drückt die Kappe weg. Vor jeder zusätzlichen Last – neuer Estrich, Bad, schwere Möbel – die Träger freilegen und prüfen lassen.
Für eine Fußbodenheizung ist die Kappendecke ein guter Untergrund, weil sie nicht federt und Gewicht verträgt. Engpass ist die Aufbauhöhe: Oft lässt sich ein Teil der alten Auffüllung gegen Dämmung und ein Dünnschichtsystem tauschen. Siehe Estrich im Altbau, Holzbalkendecke und Zimmerer & Statik.
Wie man eine Kappendecke von unten dämmt, ohne dass Rost an den Trägern unbemerkt bleibt, steht unter Kellerdecke dämmen.
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Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.