Eine Flächenheizung mit Rohren im oder unter dem Boden. Sie arbeitet mit niedriger Vorlauftemperatur und passt deshalb gut zur Wärmepumpe – im Altbau scheitert sie aber oft an der Aufbauhöhe.
| System | Aufbauhöhe | Geeignet für | Richtwert je m² |
|---|---|---|---|
| Nasssystem im Estrich | 100–160 mm | Massivdecken, Komplettsanierung | 35–70 € |
| Trockensystem mit Wärmeleitblechen | 30–60 mm | Holzbalkendecken | 60–110 € |
| Dünnschichtsystem, geklebt oder gefräst | 10–30 mm | vorhandener Estrich oder Fliesen | 55–100 € |
Reicht der Boden, um das Haus zu heizen?
Nicht immer. Die Oberfläche eines Wohnraumbodens darf aus Komfortgründen nur etwa 29 °C warm werden; damit gibt ein Fußboden grob 60 bis 90 Watt je m² ab. Ein unsanierter Altbau braucht aber oft 100 Watt und mehr – siehe Heizlast. Dann bleibt der Raum kühl oder es braucht zusätzlich Heizkörper. Zuerst dämmen, dann die Flächenheizung auslegen, ist deshalb die sichere Reihenfolge.
Auf einer Holzbalkendecke kommen fast nur Trockensysteme infrage. Wer alte Dielen behalten will, fährt mit einer Wandheizung oft besser. Der Belag darf die Wärme nicht zu stark bremsen: Sein Wärmedurchlasswiderstand sollte 0,15 m²K/W nicht überschreiten.
Siehe Vorlauftemperatur, Wärmepumpe und Estrich im Altbau.
Wie viel Aufbauhöhe eine Fußbodenheizung im Trocken- oder Nassaufbau kostet, zeigt der Fußboden-Planer.
Ob eine Fußbodenheizung in Ihrem Altbau reicht und welche Vorlauftemperatur sie braucht, rechnet der Flächenheizungs-Check Raum für Raum.
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