Beide sitzen auf der warmen, also der Raumseite einer Dämmung und begrenzen, wie viel Wasserdampf aus der Raumluft in die Konstruktion wandert. Der Unterschied liegt im Widerstand: Eine Dampfbremse lässt eine begrenzte Menge durch und erlaubt der Konstruktion, wieder auszutrocknen. Eine Dampfsperre ist praktisch dicht.
Gemessen wird das als sd-Wert, der wasserdampfäquivalenten Luftschichtdicke in Metern. Bremsen liegen etwa zwischen 0,5 und 10 m, Sperren darüber; Folien mit veränderlichem sd-Wert öffnen sich im Sommer und lassen die Konstruktion nach innen trocknen.
Im Bestand ist die Bremse fast immer die richtige Wahl. Eine Sperre schließt Feuchte, die von außen oder aus dem Bauteil selbst kommt, dauerhaft ein – und alte Dächer sind selten so dicht, dass gar nichts von außen kommt. Entscheidend ist in beiden Fällen weniger das Material als die Verklebung: An Giebel, Kehlbalken, Steckdosen und Rohrdurchführungen entstehen die Lecks, durch die feuchte Luft in die Dämmebene strömt und dort kondensiert. Mehr dazu unter Dachsanierung.
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Stand: 10.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub