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Lüftungsanlage im Altbau

Eine Anlage, die verbrauchte, feuchte Luft abführt und frische zuführt – mit oder ohne Wärmerückgewinnung. Im Altbau wird sie wichtig, sobald neue Fenster und Dämmung die Fugen schließen, durch die früher Luft kam.

Wann ein Lüftungskonzept nötig ist

Nach der Norm DIN 1946-6 ist ein Lüftungskonzept zu erstellen, wenn in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus mehr als ein Drittel der Fenster ausgetauscht oder in einem Einfamilienhaus mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet wird. Das Konzept prüft, ob der Luftaustausch zum Feuchteschutz ohne Zutun der Bewohner reicht. Reicht er nicht, sind lüftungstechnische Maßnahmen nötig – das kann schon ein Fensterfalzlüfter sein.

SystemEinbau im AltbauRichtwert
Fensterfalzlüfter, Außenwandluftdurchlässeeinfach, ohne Wärmerückgewinnungab etwa 50 € je Öffnung
Dezentrale Lüfter mit WärmerückgewinnungKernbohrung je Gerät, keine Kanäle800–1.500 € je Gerät eingebaut
AbluftanlageVentilatoren in Bad und Küche, Zuluft über Wanddurchlässe2.000–5.000 €
Zentrale Anlage mit WärmerückgewinnungKanäle nötig, am besten bei Komplettsanierung8.000–15.000 € im Einfamilienhaus
Stand 09/2026, ohne Förderung.

Neue Fenster ohne Lüftung – der typische Schimmelfall

Wer dichte Fenster einbaut und lüftet wie vorher, hat oft im ersten Winter Tauwasser an kalten Außenwandecken. Das Lüftungskonzept gehört deshalb ins Fensterangebot, nicht erst in die Reklamation. Siehe Luftdichtheit.

Siehe Fenster im Altbau, Entfeuchtung und Fenster.

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Stand: 10.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub