Verzinkte Stahlleitungen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren haben ihre Lebensdauer erreicht. Sie versanden von innen, der Querschnitt nimmt ab, die Zinkschicht bricht auf, und das Wasser läuft nach längerem Stillstand bräunlich. Bleileitungen erfüllen die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung seit 2013 praktisch nicht mehr und müssen ersetzt werden.
| Anzeichen | Was es bedeutet |
|---|---|
| Bräunliches Wasser nach dem Urlaub | Korrosion in verzinkten Leitungen |
| Nachlassender Wasserdruck in den oberen Geschossen | Querschnitt durch Ablagerungen verengt |
| Feuchte Flecken im Schacht | Undichte Verbindungen |
| Graue, weiche Leitung, die sich mit dem Messer ritzen lässt | Blei – austauschen |
Zweimal dieselbe Wand öffnen
Wer das neue Bad fertigstellt und zwei Jahre später den Strang tauschen muss, reißt die frischen Fliesen wieder heraus. Den Zustand deshalb vor der Badplanung prüfen lassen. Im Mehrfamilienhaus ist der Strang Gemeinschaftseigentum – dann entscheidet die Eigentümerversammlung mit, und das braucht Vorlauf.
Wird der Strang ohnehin geöffnet, lohnt es sich, die neuen Leitungen gleich in eine Vorwandinstallation zu legen: Das spart Schlitze im Mauerwerk und macht spätere Arbeiten einfacher. Siehe Badsanierung und Kosten der Badsanierung.
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Stand: 23.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub