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Neustadt, Grundhochwasser, Förderstopp

Altbausanierung in Köln

Laut Zensus 2022 sind 22,6 % der 139.848 Wohngebäude in Köln vor 1949 entstanden, 68,4 % bis 1978. Wer jetzt saniert, plant ohne städtische Zuschüsse: Die PV-Förderung ist seit 28.09.2026 gestoppt, das Sanierungsprogramm schon seit 27.08.2024. In Rheinnähe gehört der Schutz vor Grundhochwasser in jede Kellerplanung.

Köln: Seit dem 28.09.2026 nimmt kein städtisches Förderprogramm mehr Neuanträge an

Die Stadt Köln nimmt seit dem 28.09.2026 keine Anträge mehr für ihre Photovoltaik-Förderung an: Laut Pressemitteilung „Fördermittel der Stadt Köln sind ausgeschöpft“ binden die bis zum 27.09.2026 eingereichten Anträge das Budget von 8 Mio. € für 2026 vollständig. Eine Fortsetzung ist „aufgrund der Haushaltslage derzeit nicht geplant“. Für die Gebäudesanierung ist das Programm „Gebäudesanierung – klimafreundliches Wohnen“ sogar schon seit dem 27.08.2024 geschlossen.

ProgrammTrägerStand 24.10.2026Link
Photovoltaik – klimafreundliches Wohnen in KölnStadt KölnAntragsstopp seit 28.09.2026, kein Nachfolger geplantPressemitteilung
Photovoltaik – klimafreundliches Arbeiten in KölnStadt KölnAntragsstopp seit 28.09.2026Programmübersicht
Gebäudesanierung – klimafreundliches WohnenStadt Kölnkeine Neuanträge seit 27.08.2024Programmseite
Ältere Programme „Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien“, „Altbausanierung und Energieeffizienz“Stadt Kölnausgelaufen (seit 01.10.2023 bzw. 04.04.2022)Programmübersicht
Modernisierungsförderung NRW (RL Mod)Land NRW, NRW.BANK, Bewilligung Stadt Kölnläuft (Merkblätter 2025)Modernisierung von Wohnraum
progres.nrw – KlimaschutztechnikLand NRW, Bezirksregierung Arnsbergläuft (Meldung vom 17.02.2026)Bezirksregierung Arnsberg
Denkmalförderung NRW, Programmjahr 2027Land NRW, Ministerium MHKBDAntragsfrist 31.10.2026Denkmalförderung

Was für Kölner Eigentümer bleibt, kommt vom Land. Die Modernisierungsförderung NRW bewilligt die Öffentliche Wohnraumförderung der Stadt in der Gottfried-Hagen-Straße 46–48. Sie vergibt zinsgünstige Darlehen mit Tilgungsnachlass, unter anderem für Energieeffizienz und Barrierefreiheit, laut Stadt „bis zu 200.000 Euro je Wohnung oder Eigenheim“; es gelten Einkommensgrenzen. Bei progres.nrw (etwa Lüftung mit Wärmerückgewinnung) muss der digitale Antrag vor Maßnahmenbeginn gestellt sein. Für die Denkmalförderung NRW 2027 – laut Ministerium 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, regulär bis 350.000 €, ohne Rechtsanspruch – ist Antragsschluss der 31.10.2026; für spätere Programmjahre gilt jeweils eine neue Frist.

Vom Kölner Haushalt unabhängig ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bei KfW und BAFA; was sie 2026 fördert, steht im Ratgeber Förderung für die Altbausanierung 2026; ob sich ein NRW-Darlehen mit ihr verträgt, sollten Sie vor dem ersten Antrag klären.

Gut zwei Drittel der 139.848 Kölner Wohnhäuser entstanden bis 1978

Von den 139.848 Wohngebäuden in Köln sind laut Zensus 2022 genau 31.547 älter als Baujahr 1949, das entspricht 22,6 %. Rechnet man die Jahrgänge bis 1978 hinzu, sind es 68,4 %.

BaujahrWohngebäudeAnteil
vor 191911.4508,2 %
1919–194820.09714,4 %
1949–197864.05945,8 %
1979 und später44.24231,6 %
insgesamt139.848100 %

Quelle: Zensus 2022, Tabelle 3000G-2006, Stichtag 15.05.2022; Anteile selbst berechnet.

Die größte Gruppe bilden mit 45,8 % die Häuser der Jahre 1949–1978. Sie wurden überwiegend gebaut, bevor es gesetzliche Vorgaben zum Wärmeschutz gab. Die Vorkriegsbauten machen gut ein Fünftel aus. Dort sind Holzbalkendecken, Stuck und alte Holzfenster zu erwarten, soweit sie den Krieg überstanden haben.

Neustadt, Ehrenfeld, Marienburg: Hinter Kölner Fassaden steckt oft Wiederaufbau

Die Kölner Neustadt entlang der Ringe wurde ab 1881 bis etwa 1905 auf dem früheren Festungsrayon angelegt, mit traufständigem Blockrand. Das beschreibt KuLaDig, die Kulturlandschafts-Datenbank des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) – eine Fachquelle der Denkmalpflege, kein Angebot der Stadt. Nach 1945 wurde die Neustadt in Anlehnung an das historische Vorbild wiederaufgebaut.

  • Agnesviertel: Arbeiterhäuser standen hier neben Villen. Laut Rundgang der Stadt Köln ist von dieser Struktur nach den Kriegszerstörungen „nicht viel übrig geblieben“.
  • Ehrenfeld: Der Arbeiter- und Industrievorort wuchs ab 1845. Nach dem Krieg wurden Baulücken geschlossen, heute stehen Altbau und Nachkriegsbau oft im selben Block.
  • Marienburg: Villen in offener Bauweise, vor allem aus den 1890er Jahren bis 1914 (LVR KuLaDig: Marienburg).
  • Altstadt-Nord und Altstadt-Süd: Die Stadt spricht von der „im Zweiten Weltkrieg zu 90 Prozent zerstörten Kölner Altstadt“ (Stadt Köln: Neustadt zwischen Rhein und Weiher). Viele Häuser dort sind deshalb Nachkriegsbauten.

Das Straßenbild verrät in Köln deshalb wenig über das tatsächliche Baujahr – und damit über Decken und Wandaufbau.

Grundhochwasser am Rhein: Kölner Keller erst leerpumpen, wenn der Druck nachlässt

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) warnen, dass bei Rheinhochwasser auch das Grundwasser steigt und leergepumpte Räume „unter dem immensen Wasserdruck von außen zusammenbrechen“ können (StEB: Hochwasser – Verhalten im Ernstfall). Wie gefährdet eine Adresse ist, zeigt der kostenlose Wasser-Risiko-Check der StEB mit 23 Fragen zu Hochwasser, Starkregen und Rückstau. Wer einen Kellerraum ausbauen will, sollte dieses Ergebnis kennen, bevor er über Abdichtung und Trockenlegung entscheidet.

Etwa 9.000 Denkmäler und Milieuschutz in vier Vierteln: Wann Köln mitentscheidet

In der städtischen Denkmalkarte verzeichnet Köln etwa 9.000 Denkmäler, die Open-Data-Denkmalliste zählt rund 10.000 Einträge (Stadt Köln: Denkmalschutz und Denkmalpflege, Seite ohne Datum). Zuständig ist die Stadtkonservator*in (Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege), erreichbar über das Kontaktformular der Stadt. Denkmalbereichssatzungen nennt die Stadt dort nicht; ob ein Straßenzug als Ensemble geschützt ist, erfragen Sie beim Amt.

Unabhängig vom Denkmalschutz gelten Soziale Erhaltungssatzungen nach § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BauGB für das Severinsviertel, Mülheim Süd-West und Ehrenfeld Ost; eine vierte für Kalk Mitte ist beschlossen. Die Satzung für Kalk Mitte hat der Rat am 08.10.2026 beschlossen; wirksam wird sie laut Stadt erst mit der Bekanntmachung im Amtsblatt (Pressemitteilung vom 09.10.2026). In diesen Gebieten brauchen Rückbau, Änderung, Modernisierung und Nutzungsänderung von Wohngebäuden eine erhaltungsrechtliche Genehmigung – laut Stadt auch dann, wenn das Vorhaben nach der Landesbauordnung NRW genehmigungsfrei wäre.

Für ein vermietetes Kölner Baudenkmal kommen erhöhte Absetzungen nach § 7i EStG in Betracht, bei Selbstnutzung ein Abzug wie Sonderausgaben nach § 10f EStG. Die Bescheinigung für steuerliche Zwecke stellt das Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege aus, aber nur für Arbeiten, die vor Baubeginn schriftlich abgestimmt wurden; eine nachträgliche Erlaubnis ersetzt das laut Stadt nicht. In förmlich festgelegten Sanierungsgebieten käme § 7h EStG in Betracht. Öffentliche Zuschüsse verringern den begünstigten Betrag; rechnen Sie das mit Ihrer Steuerberatung durch.

Am Kölner Baudenkmal gibt der Stadtkonservator Dach, Fassade und Fenster eng vor

Für Baudenkmäler hat die Stadt Köln eigene Merkblätter zu Dach, Fassade und Fenstern veröffentlicht:

  • Dach: Dachform und bauzeittypische Eindeckung bleiben erhalten, Dachflächenfenster liegen flächenbündig und ohne Aufbauten (Merkblatt Dachsanierung am Denkmal). Für eine Dachsanierung am Baudenkmal ist eine denkmalrechtliche Erlaubnis nötig (§ 9 DSchG NRW). Unabhängig vom Denkmalschutz gilt: Wird die Dachhaut eines bestehenden Gebäudes vollständig erneuert und beginnen die Arbeiten 2026 oder später, verlangt das Land NRW grundsätzlich auch eine Photovoltaikanlage, in der Regel auf mindestens 30 % der Nettodachfläche; Reparaturen einzelner Flächen lösen das nicht aus, und Ausnahmen gelten unter anderem, wenn die Anlage technisch unmöglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist oder anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften widerspricht (§ 42a BauO NRW mit der Solaranlagen-Verordnung NRW). Ablauf und Aufbau: Dachsanierung im Altbau.
  • Fassade und Anstrich: Wärmedämmverbundsysteme lässt der Stadtkonservator laut Merkblatt auf historischen Fassaden nicht zu, zugelassen sind nur Mineralfarben (Merkblatt Fassadensanierung). Das Farbkonzept folgt einer Befunduntersuchung. Wege ohne Außendämmung: Fassadensanierung; zu Farbe und Putz: Maler- und Putzarbeiten.
  • Fenster: Vorrang hat der Erhalt der bauzeitlichen Fenster, etwa mit Innenvorsatzscheibe, raumseitigem Kastenfenster oder dünnem Isolierglas. Neue Holzfenster müssen außen detailgenau nachgebaut werden, die Abweichung darf höchstens 5 mm betragen (Merkblatt Fenstersanierung). Mehr dazu, wie sich alte Holzfenster ertüchtigen lassen.

Kölns Wärmeplan vom 12.05.2026 zeigt Netze in der Innenstadt, sonst eher Wärmepumpen

Der Rat der Stadt Köln hat am 12.05.2026 die erste Kommunale Wärmeplanung beschlossen (Pressemitteilung vom 13.05.2026). Danach eignen sich dicht bebaute Gebiete eher für Wärmenetze, der Rest eher für Wärmepumpen. Rund 85 % der Gebäude heizen laut Stadt fossil, mehr als die Hälfte dieser Anlagen ist über 20 Jahre alt. Er ist laut Stadt strategisch und nicht bindend, unmittelbare Pflichten für Eigentümer ergeben sich daraus nicht (Stadt Köln: Kommunale Wärmeplanung). Wo städtische Informationen noch mit § 71 GEG oder der 65-%-Regel argumentieren, beziehen sie sich auf das alte Gebäudeenergiegesetz. Es heißt seit dem 29.07.2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), die pauschale 65-%-Vorgabe für neue Heizungen ist entfallen. Wer nach dem 29.07.2026 eine Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung neu in ein bestehendes Gebäude einbaut, muss allerdings sicherstellen, dass ab 2029 mindestens 10 %, ab 2030 15 %, ab 2035 30 % und ab 2040 60 % der Wärme aus Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder Wasserstoff stammen; auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung können die Pflicht erfüllen (§ 43 GModG). Vor dem Heizungstausch lohnt eine Energieberatung, die Haus und Wärmeplan zusammen betrachtet.

Bevor Sie in Köln Angebote einholen

Prüfen Sie zuerst Ihre Adresse im Wasser-Risiko-Check und fragen Sie bei der Stadtkonservator*in, ob das Haus in der Denkmalliste steht. Liegt es im Severinsviertel, in Mülheim Süd-West, Ehrenfeld Ost oder – sobald die Satzung bekannt gemacht ist – in Kalk Mitte, beantragen Sie die erhaltungsrechtliche Genehmigung, bevor Sie einen Auftrag erteilen. Mit diesen Antworten vergleichen Sie Angebote über den Kasten „Angebote anfordern“ oder sprechen Betriebe aus der Liste unten direkt an.

Stand der Daten: 24.10.2026. Die rechtlichen und steuerlichen Hinweise geben den Stand der genannten Vorschriften und Quellen wieder und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Förderprogramme können jederzeit geändert, ausgesetzt oder beendet werden; maßgeblich sind allein die Richtlinien und Bescheide der jeweiligen Förderstelle, einen Anspruch auf Förderung begründen diese Angaben nicht.

Quellen

Betriebe in Köln

„Anzeige“: Der Betrieb zahlt uns für einen Platz über der Liste. „Partnerbetrieb“: hat einen Partnervertrag mit uns und bezahlt je angenommene Anfrage; auf die Reihenfolge der Liste hat das keinen Einfluss. „Basisprofil“: Eintrag aus den öffentlichen Angaben des Betriebs (Impressum); der Betrieb hat ihn nicht beantragt, ist kein Partner und erhält über uns keine Anfragen.

Alle Einträge auf dieser Seite haben wir aus öffentlichen Angaben der Betriebe angelegt; keiner der Betriebe hat sein Profil bisher selbst übernommen.

Dachsanierung 5 Betriebe

  1. Cudworth & Ludwig GmbH

    51069 Köln

    • Dachsanierung

    Basisprofil

  2. Fröhlig GmbH

    51107 Köln

    • Dachsanierung

    Basisprofil

  3. Heinrich Klein GmbH

    50769 Köln

    • Dachsanierung

    Basisprofil

  4. Karl Kummer GmbH

    51067 Köln

    • Dachsanierung

    Basisprofil

  5. Reuterdach GmbH

    51069 Köln

    • Dachsanierung
    • Fassade & Dämmung

    Basisprofil

Fassade & Dämmung 5 Betriebe

  1. Brendel GmbH & Co. KG

    50969 Köln

    • Fassade & Dämmung
    • Maler- & Putzarbeiten

    Basisprofil

  2. Johann Seuren Stuck GmbH

    51107 Köln

    • Fassade & Dämmung
    • Maler- & Putzarbeiten

    Basisprofil

  3. Laudani GmbH Bauunternehmung

    50997 Köln

    • Fassade & Dämmung
    • Maler- & Putzarbeiten
    • Trockenbau & Innenausbau

    Basisprofil

  4. Malerbetrieb Flandergan GmbH

    50739 Köln

    • Fassade & Dämmung
    • Maler- & Putzarbeiten

    Basisprofil

  5. Rosen Putz & Stuck GmbH

    51145 Köln

    • Fassade & Dämmung
    • Maler- & Putzarbeiten
    • Trockenbau & Innenausbau

    Basisprofil

Fenster & Außentüren 5 Betriebe

  1. Fenster und Türen Kuntze GmbH

    50829 Köln

    • Fenster & Außentüren

    Basisprofil

  2. Kirschbaum Fenster- und Rolladen GmbH

    50829 Köln

    • Fenster & Außentüren

    Basisprofil

  3. Pandorf Fensterbau GmbH

    51069 Köln

    • Fenster & Außentüren

    Basisprofil

  4. Schreinerei E.Wolpert GmbH & CO. KG

    50969 Köln

    • Fenster & Außentüren

    Basisprofil

  5. Wallburger GmbH

    50679 Köln

    • Fenster & Außentüren

    Basisprofil

Heizung & Wärmepumpe 5 Betriebe

  1. H. J. Lohmar GmbH

    50996 Köln

    • Heizung & Wärmepumpe
    • Badsanierung
    • Elektroinstallation

    Basisprofil

  2. HDS GmbH

    50827 Köln

    • Heizung & Wärmepumpe
    • Badsanierung

    Basisprofil

  3. heinen GmbH

    50825 Köln

    • Heizung & Wärmepumpe
    • Badsanierung
    • Elektroinstallation

    Basisprofil

  4. M. Kluth GmbH

    51105 Köln

    • Heizung & Wärmepumpe
    • Badsanierung

    Basisprofil

  5. Marc Schmitz GmbH

    50829 Köln

    • Heizung & Wärmepumpe
    • Badsanierung
    • Elektroinstallation

    Basisprofil

So sortieren wir

Oben stehen als „Anzeige“ gekennzeichnete Betriebe, die uns für einen Platz in dieser Stadt bezahlen; Betriebe mit Premium Plus stehen vor den übrigen, innerhalb beider Gruppen wechselt die Reihenfolge täglich. Darunter stehen alle übrigen Betriebe im Verzeichnis mit Sitz in der Stadt, gruppiert nach ihrem Hauptgewerk und innerhalb der Gruppe alphabetisch. Außer der Premium-Platzierung ändern weder Zahlungen an uns noch ein Partnervertrag die Reihenfolge. Nach Entfernung zu Ihrer Postleitzahl sortieren Sie auf den Seiten der einzelnen Gewerke. Andere Betriebe in Ihrer Region können ebenso gut oder günstiger sein.

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  • Monatlich kündbar, Gebiet und Gewerke selbst wählen
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Häufige Fragen zur Altbausanierung in Köln

Zahlt die Stadt Köln 2026 noch etwas für Solaranlage oder Dämmung?

Für neue Anträge nicht. Die PV-Programme der Stadt sind seit 28.09.2026 gestoppt, das Budget von 8 Mio. € ist gebunden, und für Sanierungsmaßnahmen nimmt die Stadt schon seit 27.08.2024 keine Anträge mehr an. Offen sind Landesprogramme: Modernisierungsdarlehen über die Öffentliche Wohnraumförderung der Stadt Köln sowie progres.nrw.

Ich will meine Wohnung in Ehrenfeld Ost modernisieren – brauche ich eine Genehmigung?

Ja, nach Auskunft der Stadt Köln. Ehrenfeld Ost gehört wie Severinsviertel und Mülheim Süd-West zu den Gebieten mit Sozialer Erhaltungssatzung nach § 172 BauGB; für Kalk Mitte hat der Rat am 08.10.2026 eine Satzung beschlossen, die mit der Bekanntmachung im Amtsblatt wirksam wird. Modernisierung, Rückbau oder Nutzungsänderung brauchen dort eine erhaltungsrechtliche Genehmigung, selbst wenn baurechtlich keine nötig wäre.

Darf ich meinen Keller in Rheinnähe direkt nach dem Hochwasser leerpumpen?

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln raten ab, solange das Grundwasser noch steigen kann. Der Wasserdruck von außen kann leere Räume beschädigen. Erst pumpen, wenn keine Grundhochwassergefahr mehr besteht – während der Hochwasserphase stellt die Feuerwehr keine Pumpen.

Muss ich die alten Holzfenster an meinem denkmalgeschützten Haus in Köln behalten?

Der Stadtkonservator gibt dem Erhalt Vorrang, etwa durch eine Innenvorsatzscheibe oder ein raumseitiges Kastenfenster. Ist ein Ersatz nötig, müssen neue Holzfenster außen auf höchstens 5 mm genau dem Original folgen. Für Veränderungen an einem Baudenkmal sieht § 9 DSchG NRW eine Erlaubnis vor; stimmen Sie den Fenstertausch deshalb vorab mit dem Stadtkonservator ab.

Muss ich wegen des Kölner Wärmeplans meine Gasheizung austauschen?

Nein. Der am 12.05.2026 beschlossene Wärmeplan ist laut Stadt Köln strategisch und nicht bindend. Er zeigt nur, wo eher Wärmenetze und wo eher Wärmepumpen in Frage kommen; eine Austauschpflicht folgt daraus nicht.

Stand der Daten: Oktober 2026 · Quellen und Abrufdaten stehen im Text.