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Backsteinpflaster

Pflaster aus gebranntem Ton, oft auch Klinkerpflaster genannt. Typisch für Höfe, Einfahrten und Wege an Backstein- und Gründerzeitbauten – langlebig, farbecht und mit den Jahren eher schöner.

Pflasterklinker werden so hoch gebrannt, dass sie kaum Wasser aufnehmen. Für Außenflächen sollten sie nach DIN EN 1344 frost- und tausalzbeständig sein. Üblich sind Rechteckformate um 200 × 100 mm in Dicken von etwa 45 bis 71 mm – je stärker befahren die Fläche, desto dicker der Stein.

VerlegeartEignung
Ungebunden in Splitt oder SandStandard für Höfe und Wege: wasserdurchlässig, leicht zu reparieren
Gebunden in Mörtelselten sinnvoll, reißt bei Frost und Bewegung
Fischgrätverbandstabil bei Befahrung, weil sich die Steine gegenseitig verkeilen
Läuferverbandruhiges Bild, gut für Gehwege

Was Backsteinpflaster kostet

PositionRichtwert je m²
Neue Pflasterklinker, Material30–70 €
Verlegen inklusive Bettung und Verfugung40–80 €
Tragschicht für befahrene Flächen, 20–30 cm25–50 €
Altes Pflaster aufnehmen, reinigen, neu verlegen50–90 €
Richtwerte, Stand 09/2026, ohne Aushub und Entsorgung.

Alte Backsteine aus einem Rückbau haben eine Patina, die neue Steine erst nach Jahrzehnten bekommen. Vor der Wiederverwendung sollte aber feststehen, dass es wirklich Pflaster- oder Hartbrandsteine sind: Weiche Mauerziegel nehmen Wasser auf und zerfrieren im ersten Winter. In Ensembles unter Denkmalschutz ist historisches Pflaster oft Teil des Schutzguts.

Siehe Klinker und Fugen.

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Stand: 10.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub