| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| Neigung, auch Steilheit | wie stark die Vorlauftemperatur steigt, wenn es draußen kälter wird |
| Niveau, auch Parallelverschiebung | hebt oder senkt die ganze Kurve um einige Grad |
Vereinfachte, gerade Darstellung bei 20 °C Raumsolltemperatur. Echte Heizkurven sind leicht gebogen, und die Skalen unterscheiden sich je nach Hersteller. Die gestrichelte Linie markiert 55 °C, den Richtwert für einen effizienten Wärmepumpenbetrieb. Grobe Orientierung: Fußbodenheizung um 0,6, Heizkörper im Altbau um 1,0 bis 1,4. Bei Neigung 1,4 liegt der Vorlauf schon ab etwa 0 °C Außentemperatur über 55 °C.
Die Kurve Schritt für Schritt anpassen
| Beobachtung | Anpassung |
|---|---|
| bei milder Witterung zu kalt | Niveau anheben |
| bei milder Witterung zu warm | Niveau senken |
| bei Frost zu kalt | Neigung erhöhen |
| bei Frost zu warm | Neigung verringern |
Typische Neigungen liegen für Fußbodenheizungen etwa zwischen 0,3 und 0,8 und für Heizkörper zwischen 1,0 und 1,6 – die Skalen unterscheiden sich allerdings je nach Hersteller. Viele Anlagen laufen ab Werk zu hoch. Jedes Grad weniger Vorlauf spart Energie: beim Kessel etwas, bei der Wärmepumpe deutlich.
Der Test für die Wärmepumpe
Senken Sie im Winter die Heizkurve so weit ab, wie es geht, ohne dass Räume auskühlen, und notieren Sie an einem kalten Tag die Vorlauftemperatur. Bleiben alle Räume mit 55 °C oder weniger warm, ist das Haus in der Regel für eine Wärmepumpe geeignet. Räume, die nicht mitkommen, zeigen, wo ein größerer Heizkörper fehlt. Vorher lohnt ein hydraulischer Abgleich.
Siehe Vorlauftemperatur und Jahresarbeitszahl.
Den Test Schritt für Schritt und einen Check, der die kritischen Räume vorab aus Ihrer Abrechnung ermittelt, finden Sie im Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.
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Stand: 10.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub