Lehm bindet nicht chemisch ab, sondern trocknet – er lässt sich deshalb jederzeit wieder anfeuchten und nacharbeiten. Er nimmt Feuchte schnell auf und gibt sie langsam wieder ab; ein Raum mit Lehmputz schwankt in der Luftfeuchte deutlich weniger. Weil er angrenzendes Holz trocken hält, konserviert er Balken und Ständer.
| Kann | Kann nicht |
|---|---|
| Feuchte puffern, Raumklima ausgleichen | Wasser abhalten – nicht für Spritzwasserbereiche |
| Mit Holzfaser eine kapillaraktive Innendämmung bilden | Ungeschützt außen bestehen |
| Immer wieder ausgebessert werden | Schnell trocknen – je nach Dicke Tage bis Wochen |
Siehe Kalkputz, Fachwerk und Maler- & Putzarbeiten.
Auf welchem Untergrund
| Untergrund | Eignung |
|---|---|
| Fachwerk, Lehmstaken, Lehmsteine | ideal, der traditionelle Aufbau |
| Ziegel und Naturstein | gut, vorher annässen, bei glatten Flächen Haftgrund |
| Holzfaserplatten | gut, im Systemaufbau als Innendämmung |
| Beton und glatte Flächen | nur mit geeignetem Haftgrund, siehe Grundierung |
Nicht mit Dispersionsfarbe streichen
Eine Dispersionsfarbe verschließt die Oberfläche und nimmt dem Lehm genau das, wofür man ihn wählt. Gestrichen wird mit Lehmfarbe oder anderen diffusionsoffenen Farben, die der Putzhersteller freigibt. Mehr zum Hintergrund unter Diffusionsfähigkeit und Innendämmung.
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Stand: 10.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub