Eine Infrarotheizung macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Eine Wärmepumpe gewinnt aus derselben Kilowattstunde drei bis vier, weil sie Umweltwärme nutzt. Das entscheidet über die laufenden Kosten.
| Beispiel: 15.000 kWh Wärmebedarf im Jahr | Strombedarf | Kosten im Jahr |
|---|---|---|
| Infrarotheizung | 15.000 kWh | rund 5.300 € |
| Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3 | 5.000 kWh | rund 1.400 € |
Wann sie trotzdem passt
| Sinnvoll | Wenig sinnvoll |
|---|---|
| selten genutzte Räume wie Gästezimmer oder Hobbyraum | als Hauptheizung im unsanierten Altbau |
| Zusatzwärme im Bad | in Räumen, die täglich viele Stunden beheizt werden |
| sehr gut gedämmte Häuser mit geringem Bedarf | als Mittel gegen Schimmel ohne Lüftungskonzept |
Eigener Solarstrom hilft nur begrenzt: Geheizt wird vor allem im Winter, wenn die Anlage wenig liefert.
Rechtlich sind Stromdirektheizungen seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz ohne besondere Anforderungen zulässig – die frühere Hürde beim Wärmeschutz ist entfallen. Wirtschaftlich bleibt es dabei: Im ungedämmten Altbau ist Strom die teuerste Art zu heizen. Wer mehrere Räume elektrisch beheizen will, sollte die Anschlussleistung prüfen lassen: Viele alte Hausanschlüsse und Zählerschränke sind dafür nicht ausgelegt. Siehe auch Wärmepumpe und Heizung.
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Stand: 23.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub