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Sockelprofil beim WDVS: die Reihe, die man nicht korrigieren kann

Das Sockelprofil ist die erste Reihe eines Wärmedämmverbundsystems — und die einzige, die man später nicht mehr korrigieren kann. Sitzt sie schief, sitzt die ganze Fassade schief. An unserer nördlichen Giebelwand haben wir gelernt, wie viel Zeit hier gut angelegt ist.

WärmedämmungVeröffentlicht Aktualisiert 09.09.20262 Min. Lesezeit

Was das Sockelprofil leistet

Es bildet den unteren waagerechten Abschluss der Dämmung. Es trägt die erste Plattenreihe, bis der Kleber abgebunden hat, es hält Nagetiere und Insekten aus der Dämmebene, und es führt Wasser von der Fassade weg — die meisten Profile haben dazu eine Tropfkante.

Die Reihenfolge, die sich bewährt hat

  1. Höhe festlegen. Das Profil sitzt in der Regel rund 30 cm über dem Gelände, oberhalb der Spritzwasserzone. Liegt darunter eine Perimeterdämmung, wird der Übergang dort geplant, nicht improvisiert.
  2. Umlaufend einmessen. Nicht von der Geländeoberkante abmessen — die fällt fast immer ab. Wir haben mit der Schlauchwaage rund ums Haus eine Höhe übertragen und diese als Bezug genommen.
  3. Waagerecht ausrichten und prüfen. Jedes Profil einzeln mit der Wasserwaage, und nach jeweils zwei bis drei Metern gegen die übertragene Höhe gegenprüfen. Fehler summieren sich sonst über die Wandlänge.
  4. Unebenheiten mit Ausgleichsscheiben ausgleichen. Eine Altbauwand ist nie plan. Die Scheiben halten das Profil auf Linie, statt es an die Wand zu zwingen.
  5. Stöße nicht auf Kante setzen. Zwischen zwei Profilen 2 bis 3 mm Luft lassen und mit Verbindern arbeiten — Aluminium dehnt sich, und ein gestauchtes Profil beult aus.
  6. Ecken auf Gehrung. Sauber geschnittene Außenecken ersparen später Spachtelarbeit an der sichtbarsten Stelle der Fassade.

Der Fehler, der teuer wird

Wer das Profil zu tief ansetzt, holt sich Spritzwasser in die Dämmung. Wer es zu hoch ansetzt, bekommt einen sichtbaren Sprung zwischen Sockel und Fläche. Beides lässt sich nach dem Verkleben der ersten Plattenreihe nicht mehr ändern, ohne diese wieder abzunehmen.

Wenn ein Betrieb es macht

Die Sockelausbildung ist ein guter Prüfstein für ein Angebot. Fragen Sie, wie der Übergang zur Perimeterdämmung ausgeführt wird und ob Ausgleichsscheiben eingeplant sind. Wer darauf eine konkrete Antwort gibt, hat schon Altbaufassaden gemacht.

Was zur Fassadendämmung sonst gehört, steht unter Fassade & Dämmung im Altbau; die Kostenseite unter Fassadenkosten.

Beitrag von 2009, überarbeitet und ergänzt im September 2026.

Stand: 09.09.2026Zuletzt aktualisiert: Redaktion: René Lindelaub

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