Wärmeplan seit Juni beschlossen
Wärmepumpe im Altbau in Potsdam: Heizungsbauer und Förderung
Aufgeführt sind Betriebe mit Sitz in Potsdam, die Heizung & Wärmepumpe anbieten – als Haupt- oder Nebengewerk. Die Liste ist nicht vollständig. Ob ein Betrieb in der Handwerksrolle oder bei einer Kammer eingetragen ist, haben wir nur geprüft, wenn sein Profil die Zeile „Nachweise geprüft“ zeigt.
In Potsdam kommt die Wärme heute etwa zu gleichen Teilen aus dem Erdgasnetz und aus Wärmenetzen. Bevor Sie eine Wärmepumpe oder einen neuen Kessel bestellen, prüfen Sie zwei Dinge: ob Ihr Grundstück in einem Fernwärmevorranggebiet liegt und was der am 03.06.2026 beschlossene Wärmeplan für Ihr Viertel vorsieht. Für Wärmepumpe und hydraulischen Abgleich gibt es außerdem ein städtisches Förderprogramm; ob es sich mit der Bundesförderung kombinieren lässt, klären Sie vor dem ersten Antrag.
6 Betriebe in Potsdam
„Anzeige“: Der Betrieb zahlt uns für einen Platz über der Liste. „Partnerbetrieb“: hat einen Partnervertrag mit uns und bezahlt je angenommene Anfrage; auf die Reihenfolge der Liste hat das keinen Einfluss. „Basisprofil“: Eintrag aus den öffentlichen Angaben des Betriebs (Impressum); der Betrieb hat ihn nicht beantragt, ist kein Partner und erhält über uns keine Anfragen.
Alle Einträge auf dieser Seite haben wir aus öffentlichen Angaben der Betriebe angelegt; keiner der Betriebe hat sein Profil bisher selbst übernommen.
HVT Haus-und Versorgungstechnik GmbH
14482 Potsdam · rund 2,4 km
- Heizung & Wärmepumpe
- Badsanierung
- Elektroinstallation
- Energieberatung
Basisprofil
Schreiterer Heizungs-Service und Sanitär GmbH
14482 Potsdam · rund 2,4 km
- Heizung & Wärmepumpe
Basisprofil
Laabs GmbH für Heizung, Sanitär und Fliesen
14480 Potsdam · rund 4,2 km
- Heizung & Wärmepumpe
- Badsanierung
- Elektroinstallation
Basisprofil
So sortieren wir
Oben stehen als „Anzeige“ gekennzeichnete Betriebe, die uns für diesen Platz bezahlen. Betriebe mit dem Paket Premium Plus stehen vor den übrigen; innerhalb beider Gruppen wechselt die Reihenfolge täglich. Betriebe mit Sitz außerhalb der Stadt zeigen wir dort nur, wenn sie in allen Postleitzahlen der Stadt arbeiten; ihre Karte nennt den Firmensitz. Darunter zeigt die Liste alle übrigen Betriebe im Verzeichnis mit Sitz in der Stadt, die das gewählte Gewerk anbieten – mit und ohne Partnervertrag. Zuerst stehen Betriebe, für die das Gewerk Hauptgewerk ist, danach Betriebe, die es als Nebengewerk anbieten. Innerhalb dieser beiden Gruppen entscheidet die Entfernung: die Luftlinie vom Mittelpunkt der Postleitzahl des Betriebssitzes zu Ihrer Postleitzahl, ohne Eingabe zum Stadtmittelpunkt (Mittel aller Postleitzahlgebiete der Stadt). Nur bei gleicher Entfernung steht vorn, wer freie Kapazität gemeldet hat, danach geht es alphabetisch. Betriebe, deren Entfernung wir nicht berechnen können, stehen am Ende ihrer Gruppe. Außer der Premium-Platzierung ändern weder Zahlungen an uns noch ein Partnervertrag noch die Vollständigkeit des Profils die Reihenfolge. Anfragen vermitteln wir nur an Betriebe mit Partnervertrag; Betriebe, die dafür zusätzlich bezahlen (Premium-Partner), bekommen Anfragen zuerst angeboten. Andere Betriebe in Ihrer Region können ebenso gut oder günstiger sein.
Für Handwerksbetriebe
Heizung & Wärmepumpe in Potsdam? Anfragen von Hausbesitzern erhalten
- Keine Grundgebühr – Sie zahlen nur für Anfragen, die Sie annehmen (Heizung & Wärmepumpe: 39 € netto) · Premium-Sichtbarkeit optional
- Ihre ersten drei angenommenen Anfragen sind kostenlos
- Die Kontaktdaten jeder Anfrage erhalten höchstens drei Betriebe – bis zu zwei dieser Plätze gehen zuerst an Premium-Partner
- Monatlich kündbar, Gebiet und Gewerke selbst wählen
Schon im Verzeichnis? Ihr Profil verwalten Sie unter Mein Betrieb.
Der Wärmeplan: Netze in dichten Vierteln, Wärmepumpen im Rest
Die Stadtverordnetenversammlung hat den kommunalen Wärmeplan, das „Stadtentwicklungskonzept Wärme“, am 03.06.2026 beschlossen (Beschluss 26/SVV/0302). Der Abschlussbericht vom 10.02.2026 hält unter anderem fest:
- Die Wärme kommt etwa zu gleichen Teilen aus dem Erdgasnetz und aus Wärmenetzen, vor allem dem Fernwärmenetz der Energie und Wasser Potsdam (EWP). In der Informationsveranstaltung vom 08.07.2025 nannte die Stadt 47 % Erdgas und 45 % Wärmenetze.
- In der Innenstadt, den Vorstädten und Babelsberg stehen viele Gebäude, die vor 1950 errichtet wurden.
- Bis 2045 sollen Wärmenetze vor allem dicht bebaute Gebiete versorgen, individuelle Wärmepumpen die weitläufigeren Stadtteile.
Die Karten des Plans sind keine Gebietsausweisung nach dem Wärmeplanungsgesetz und begründen keinen Anspruch auf einen Anschluss an ein Wärmenetz. Laut Bericht ergeben sich aus dem Wärmeplan keine weiteren Pflichten zum Einbau bestimmter Heizungsarten. Davon unabhängig gilt die Fernwärmesatzung.
Fernwärmesatzung: In Vorranggebieten gilt Anschlusszwang
Unabhängig vom Wärmeplan gilt die Fernwärmesatzung der Landeshauptstadt Potsdam vom 21.12.1998. Sie ist im Amtsblatt 1/1999 bekannt gemacht und steht in der Satzungsübersicht der Stadt ohne spätere Änderung (Stadtrecht Potsdam, abgerufen am 24.10.2026). Die Anlage zur Satzung grenzt acht Fernwärmevorranggebiete nach Straßen ab, darunter „Innenstadt“, „Babelsberg, Teltower Vorstadt“, „Bornstedter Feld“, „Schlaatz, Waldstadt, Stadtrand“ und „Stern, Drewitz, Gluckstraße, Kirchsteigfeld“. Dort müssen Eigentümer ihr Grundstück anschließen und den Wärmebedarf aus dem Netz decken; andere Wärmeerzeuger sind dort nicht gestattet (§ 4). Deckt eine Anlage einen Teil des Bedarfs mit erneuerbaren Energien, gilt der Zwang nur für den Rest (§ 5 Abs. 1). Auf Antrag kann die Stadt befreien (§ 5 Abs. 3). Die Übergangsfrist für Gebäude, die 1999 schon standen, ist nach dem Wortlaut der Satzung abgelaufen (§ 5 Abs. 2). Der Wärmeplan sieht vor zu prüfen, ob die Satzung überarbeitet oder aufgehoben wird (Maßnahme 2-3). Fragen Sie deshalb vor der Planung bei der Stadtverwaltung nach, ob Ihr Grundstück betroffen ist und ob eine Wärmepumpe zugelassen werden kann.
Bundesrecht seit Juli 2026
Seit dem 29.07.2026 heißt das Gebäudeenergiegesetz Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG); die pauschale 65-Prozent-Regel für neue Heizungen ist entfallen (Infoportal zum GModG). Wer nach dem 29.07.2026 eine Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung neu in ein bestehendes Gebäude einbaut, muss sicherstellen, dass ab 2029 mindestens 10 %, ab 2030 15 %, ab 2035 30 % und ab 2040 60 % der Wärme aus Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder Wasserstoff stammen; auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung können die Pflicht erfüllen (§ 43 GModG). Der Abschlussbericht des Wärmeplans ist vor der Reform entstanden und nennt deshalb noch die Werte des alten Gebäudeenergiegesetzes. Maßgeblich ist der heutige Gesetzestext.
Eine Wärmepumpe ist als Anlage der technischen Gebäudeausrüstung verfahrensfrei; Außengeräte bis 2 m Höhe und 3 m Länge je Grundstücksgrenze sind auch in der Abstandsfläche zulässig (§§ 61 und 6 Abs. 8 BbgBO). Liegt das Haus in einem Potsdamer Denkmalbereich oder ist es Einzeldenkmal, kann das sichtbare Außengerät eine Erlaubnis nach § 9 BbgDSchG brauchen.
Zuschuss der Stadt Potsdam
Die Förderrichtlinie PKSchuFRL (Fassung ab 01.04.2026) zahlt für eine Luft- oder Erdwärmepumpe in einem Wohngebäude 2.000 € pauschal je Objekt, für den hydraulischen Abgleich einer bestehenden Heizung 150 € pauschal und für neue Hocheffizienz-Heizungspumpen 50 € je Pumpe, höchstens 200 € (Nr. 4.3 und 4.4). Für alle Maßnahmen zusammen gilt ein Höchstbetrag von 3.000 € je Haushalt und Jahr (Nr. 5.2). Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Erstwohnsitz in Potsdam; vor dem Antrag ist eine Energieberatung nötig, und eine geförderte Luftwärmepumpe muss mit Ökostrom laufen.
Anträge nimmt die Koordinierungsstelle Klimaschutz nur bis zum 31.10. eines Jahres an (Ausschlussfrist, Nr. 6.1). Für Wärmepumpe und hydraulischen Abgleich beauftragen Sie erst nach der Eingangsbestätigung; schon eine verbindliche Bestellung gilt als Beginn (Antragsformular der Koordinierungsstelle Klimaschutz). Den Zuschuss für den Pumpentausch beantragen Sie dagegen erst nach dem Einbau, zusammen mit der Rechnung (Nr. 7.3). Einen Rechtsanspruch auf den Zuschuss gibt es nicht (Nr. 5.2).
Die Bundesförderung erklärt Heizungsförderung 2026. Ob sich beide Zuschüsse kombinieren lassen, ist nicht eindeutig geregelt: Die Richtlinie lässt Kumulierungen zu, wenn das andere Programm sie erlaubt, prüft das aber nicht und haftet nicht, wenn eine andere Förderung wegen des städtischen Zuschusses wegfällt oder gekürzt wird (Nr. 5.2). Im Antragsformular müssen Sie dagegen erklären, dass keine andere Förderung in Frage kommt und keine anderen öffentlichen Mittel beantragt oder bewilligt sind oder werden. Unterschreiben Sie diese Erklärung nur, wenn sie zutrifft; unrichtige Angaben führen laut Formular zur Rückforderung mit Zinsen. Klären Sie deshalb vor jedem Antrag schriftlich mit der Koordinierungsstelle, ob beides zusammen möglich ist, und rechnen Sie nach, welche Förderung höher ist.
Was ein Heizungstausch kostet
Für Potsdam gibt es keine eigenen Preisdaten. Die Tabelle zeigt bundesweite Richtwerte aus den genannten Quellen; Einzelposten erklärt Heizungskosten im Altbau.
| Posten | Richtwert |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe Ein-/Zweifamilienhaus, Angebotspreis gesamt | 21.099–54.168 € je Anlage†1 |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe, Kosten je kW Heizleistung | 2.248–8.498 €/kW†1 |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde, Durchschnitt | ca. 56.000 € je Anlage†2 |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdkollektor, Durchschnitt | ca. 54.000 € je Anlage†2 |
| Hybridheizung Wärmepumpe + Gas-Brennwert inkl. Einbau | 22.500–35.000 € je Anlage†3 |
| Gas-Brennwertheizung Einfamilienhaus (Vergleich) | 13.100–21.000 € je Anlage4 |
| Zuschlag Heizkörpertausch je Heizkörper | 326–1.207 €/Stück5 |
| Zuschlag Fußbodenheizung nachrüsten, Fräsverfahren | 30–100 €/m² beheizte Fläche†6 |
| Zuschlag Fußbodenheizung nachrüsten, Trockensystem | 65–135 €/m² beheizte Fläche†7 |
| Zuschlag Fußbodenheizung nachrüsten, Nasssystem | 45–130 €/m² beheizte Fläche†7 |
| Zuschlag Fußbodenheizung nachrüsten, Dünnschichtsystem | 30–100 €/m² beheizte Fläche†7 |
| Hydraulischer Abgleich (Einzelposten in WP-Angeboten) | 120–5.300 €†1 |
| Fundament Außeneinheit (Einzelposten in WP-Angeboten) | 298–3.570 €†1 |
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Luft-Wasser-Wärmepumpen, zweiter Check von 160 Angeboten
- Verbraucherzentrale Energieberatung: Grafik Entwicklung Heizungspreise
- co2online: Heizungskosten und Amortisation
- Ariadne-Analyse IW/Fraunhofer ISE: Modernisierungskosten Wohngebäude (Feb. 2026)
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Auswertung Wärmepumpen-Angebote (Juni 2025)
- co2online: Fußbodenheizung fräsen
- co2online: Fußbodenheizung nachrüsten
Nächster Schritt in Potsdam
Über den Kasten „Angebote anfordern“ beschreiben Sie Ihr Projekt einmal. Für dieses Gewerk haben wir in Potsdam derzeit keinen Partnerbetrieb. Ihre Anfrage liest deshalb der Inhaber von Altbau-Ausbau.de selbst und antwortet Ihnen innerhalb von zwei Werktagen, etwa mit einem passenden Kontakt; Ihre Daten gibt er nur weiter, wenn Sie ausdrücklich zustimmen. Für Sie ist das kostenlos.
Geprüft am 24.10.2026. Die rechtlichen Hinweise geben den Stand der genannten Vorschriften wieder und ersetzen keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Muss ich in Potsdam an die Fernwärme anschließen?
Nur wenn Ihr Grundstück in einem Fernwärmevorranggebiet der Fernwärmesatzung vom 21.12.1998 liegt. Dort gilt Anschluss- und Benutzungszwang (§ 4), Befreiungen sind auf Antrag möglich (§ 5 Abs. 3). Ob Ihr Grundstück betroffen ist, klären Sie vor der Planung mit der Stadtverwaltung.
Schreibt mir der Potsdamer Wärmeplan eine bestimmte Heizung vor?
Der Wärmeplan selbst nicht: Laut Bericht ergeben sich aus ihm keine Pflichten zum Einbau bestimmter Heizungsarten, und er ist keine Gebietsausweisung. Anders ist es in den Vorranggebieten der Fernwärmesatzung. Dort gilt Anschluss- und Benutzungszwang, andere Wärmeerzeuger sind grundsätzlich nicht gestattet (§ 4 der Satzung).
Gibt es in Potsdam einen Zuschuss für die Wärmepumpe?
Ja, nach der Förderrichtlinie PKSchuFRL: 2.000 € pauschal je Objekt für eine Luft- oder Erdwärmepumpe in einem Wohngebäude, für alle Maßnahmen zusammen höchstens 3.000 € je Haushalt und Jahr, ohne Rechtsanspruch. Voraussetzungen sind unter anderem der Erstwohnsitz in Potsdam, eine Energieberatung vor dem Antrag und Ökostrom. Stellen Sie den Antrag bis zum 31.10. und vor der Bestellung. Klären Sie vorher mit der Koordinierungsstelle Klimaschutz, ob sich der Zuschuss mit der Bundesförderung verträgt: Die Richtlinie lässt Kumulierungen zu, wenn das andere Programm sie erlaubt, das Antragsformular verlangt aber die Erklärung, dass keine andere Förderung in Frage kommt.
Darf ich in Babelsberg oder der Innenstadt eine Luftwärmepumpe aufstellen?
Baurechtlich ist sie verfahrensfrei. Zwei Dinge sind aber vorher zu klären: Die Fernwärmesatzung führt die Gebiete „Innenstadt“ und „Babelsberg, Teltower Vorstadt“ als Vorranggebiete, in denen Anschluss- und Benutzungszwang gilt; die genauen Straßengrenzen stehen in der Anlage zur Satzung. Fragen Sie die Stadtverwaltung, ob Ihr Grundstück darin liegt und ob eine Wärmepumpe zugelassen werden kann. Und Nowawes, der Stadtkern und mehrere Vorstädte sind Denkmalbereiche, in denen ein sichtbares Außengerät erlaubnispflichtig sein kann.
Stand der Daten: Oktober 2026