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Welche Heizung für den Altbau?

Welche Heizung in einen Altbau kommt, schreibt seit dem 29.07.2026 kein Gesetz mehr vor – es entscheidet die Rechnung. Die 65-Prozent-Regel ist gestrichen. Dafür werden neue Gas- und Ölheizungen über die Biotreppe und den steigenden CO₂-Preis teurer, während erneuerbare Heizungen bis zu 80 % Zuschuss bekommen. Der Heizungs-Vergleich auf dieser Seite rechnet sieben Heizungen für Ihr Haus über 20 Jahre durch.

Luft-Wärmepumpe mit Einbau
22.000–32.000 €
Gas-Brennwertkessel mit Einbau
9.000–14.000 €
Zuschuss
30–80 %, nur erneuerbar
Stand
09/2026

Die kurze Antwort

Ihre LageDie passende Heizung
Die Heizkörper schaffen es an kalten Tagen mit etwa 55 °C, draußen ist Platz für ein GerätLuft-Wasser-Wärmepumpe – in den meisten Altbauten über 20 Jahre die günstigste Lösung. Ob Ihre Heizkörper reichen, zeigt der Heizkörper-Check
Fernwärme liegt in der StraßeAnschluss prüfen: wenig Technik im Haus und hoher Zuschuss, aber den Preis bestimmt der Versorger
Einzelne Räume brauchen 60 °C und mehrerst prüfen, ob der Tausch von zwei oder drei Heizkörpern reicht; sonst Hybridheizung, Pellets oder eine Hochtemperatur-Wärmepumpe
Ölheizung, kein GasanschlussWärmepumpe oder Pellets – der alte Tankraum wird zum Pelletlager. Der Klimabonus gilt hier unabhängig vom Alter der Ölheizung
NachtspeicherheizungWärmepumpe oder Fernwärme mit neuen Heizkörpern; das Rohrnetz kostet extra, zählt aber zu den förderfähigen Kosten
Die Gasheizung ist ausgefallenEine neue Gasheizung ist erlaubt, aber ab 2029 an den Bio-Anteil gebunden. Oft besser: eine Mietheizung für einige Wochen und die Wärmepumpe mit Förderantrag planen

Die Rechnung hängt an wenigen Zahlen: wie viel Wärme Ihr Haus braucht, wie heiß das Heizwasser sein muss und was vor Ort möglich ist. Genau diese Angaben fragt der Heizungs-Vergleich ab.

Was das Gebäudemodernisierungsgesetz seit 29.07.2026 ändert

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat das Gebäudeenergiegesetz abgelöst. Für Ihre Heizung heißt das: mehr Freiheit bei der Wahl, aber das Preisrisiko von Gas und Öl tragen Sie selbst.

RegelBis Juli 2026 (GEG)Seit 29.07.2026 (GModG)
Neue Heizungmindestens 65 % erneuerbare Energie, je nach Stand der Wärmeplanungfrei wählbar; neue Gas- und Ölheizungen unterliegen der Biotreppe
Alte HeizkesselAustauschpflicht für viele Kessel nach 30 Jahrenkeine Austauschpflicht, solange die Heizung funktioniert
Beratung vor Einbau einer Gas- oder ÖlheizungPflichtentfällt
Kommunale Wärmeplanungbestimmte, ab wann die 65-Prozent-Regel greiftbleibt als Information, bindet Ihre Entscheidung aber nicht
Vermieter mit neuer Gas-, Öl- oder FlüssiggasheizungCO₂-Kosten nach Stufenmodellab 2028 die Hälfte der Gas-Netzentgelte und der CO₂-Kosten, ab 2029 auch ein Anteil an den Kosten des Bio-Anteils

Die Biotreppe

Wer nach dem 29.07.2026 eine Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung in ein bestehendes Gebäude einbaut, muss einen wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe beziehen – Biomethan, Bioöl oder Wasserstoff. Heizungen, die vorher eingebaut wurden, betrifft die Biotreppe nicht.

AbMindestanteil klimafreundlicher Brennstoffe
01.01.202910 %
01.01.203015 %
01.01.203530 %
01.01.204060 %
Den Anteil bestätigt der Lieferant mit der Abrechnung. Hybridheizungen mit Wärmepumpe werden auf die Quote angerechnet.

Was das kostet, ist die große Unbekannte. Biomethan kostet heute etwa 9 bis 13 Cent je kWh, fossiles Erdgas im Einkauf 7 bis 8 Cent. Bei 10 % Anteil sind das für ein Einfamilienhaus rund 120 bis 140 € im Jahr mehr. Für 30 oder 60 % gibt es keine belastbaren Preise – eine Studie des Fraunhofer ISI hält für 2030 Biomethanpreise von 17,6 bis 24,2 Cent je kWh für möglich. Der Vergleich rechnet deshalb mit drei Szenarien.

Der CO₂-Preis

Heute stecken im Gas- und Ölpreis 55 bis 65 € je Tonne CO₂. Das sind bis zu 1,55 Cent je kWh Erdgas und 20,7 Cent je Liter Heizöl. Für 2027 plant die Bundesregierung denselben Korridor. Ab 2028 gilt der europäische Emissionshandel ETS2, der Preis bildet sich dann am Markt. Die Prognosen für 2030 reichen von 48 bis 80 € je Tonne (EU-Kommission) bis über 120 € (Median unabhängiger Prognosen).

Sieben Heizungen im Überblick

HeizungAnschaffung mit EinbauEnergiepreis 09/2026ZuschussPasst, wennGrenzen
Luft-Wasser-Wärmepumpe22.000–32.000 €Wärmepumpenstrom um 24 Cent je kWhbis 80 %die Heizkörper mit höchstens 55 °C auskommenAußengerät und Schall; bei hohen Vorlauftemperaturen sinkt die Jahresarbeitszahl
Erdwärmepumpe32.000–48.000 € mit Bohrungwie oben, braucht weniger Strombis 80 %Garten oder Hof für die Bohrung da istBohrgenehmigung, höchste Anschaffung
Hybrid aus Wärmepumpe und Gaskessel20.000–32.000 €, zum vorhandenen Kessel 13.000–20.000 €Strom und Gasnur der Wärmepumpen-Teilalte Heizkörper bleiben sollenzwei Anlagen, Gas bleibt im Haus
Pelletheizung28.000–38.000 € mit Lagerum 436 € je Tonne, rund 8,9 Cent je kWhbis 80 %hohe Vorlauftemperaturen nötig sind und Lagerraum da istLager, Asche, Feinstaub, Schornstein
Fernwärme7.000–15.000 € Anschlussim Schnitt 15,6 Cent je kWhbis 80 %ein Netz in der Straße liegtkein Anbieterwechsel möglich
Gas-Brennwertkessel9.000–14.000 €um 10,5 Cent je kWh plus Grundpreiskeineres kurzfristig günstig sein mussBiotreppe und CO₂-Preis
Öl-Brennwertkessel10.000–16.000 €um 162 € je 100 Liter, Jahreshochkeinerhöchste laufende Kosten, Biotreppe
Einfamilienhaus mit etwa 12 kW Heizlast. Nebenarbeiten wie Heizkörpertausch, Abgasleitung oder Tankausbau kommen dazu. Preise Stand 09/2026.

Heizungs-Vergleich

Tragen Sie Ihr Haus, die heutige Heizung und das ein, was bei Ihnen möglich ist. Der Vergleich rechnet für jede passende Heizung Anschaffung, Zuschuss, Energie, CO₂-Preis, Bio-Anteil und Wartung über 20 Jahre. Die Schaltfläche über der Tabelle wechselt zwischen niedrigen, mittleren und hohen Preisen für CO₂ und Bio-Brennstoffe – so sehen Sie, wie sicher das Ergebnis ist. Ein Klick auf eine Zeile zeigt die Aufstellung.

Beispiel: 22 Jahre alte Gasheizung in einem Haus der 1960er-Jahre

Einfamilienhaus mit 140 m², Heizkörper bis 55 °C, keine Dämmung geplant. Die Eigentümer wohnen selbst, haben 60.000 € zu versteuerndes Einkommen und beantragen bis Januar 2027. Möglich wären alle Heizungen außer Öl – so rechnet der Vergleich mit den Vorgaben oben, wenn alle Haken gesetzt sind.

HeizungAnschaffung nach Zuschuss20 Jahre, mittlere Preiseniedrige Preisehohe Preise
Luft-Wasser-Wärmepumpe14.600–27.100 €61.600 €61.600 €61.600 €
Hybrid aus Wärmepumpe und Gaskessel16.800–27.600 €73.900 €72.100 €76.600 €
Erdwärmepumpe30.100–52.100 €74.200 €74.200 €74.200 €
Fernwärme4.200–9.000 €77.500 €77.500 €77.500 €
Pelletheizung19.200–31.300 €78.500 €78.500 €78.500 €
Gas-Brennwertkessel10.900–18.200 €85.700 €77.100 €98.200 €
Summe aus Anschaffung nach Zuschuss, Energie, CO₂-Preis, Bio-Anteil und Wartung über 20 Jahre; gerundet. Preise für CO₂ und Bio-Brennstoffe nach den drei Szenarien des Vergleichs.

Die Wärmepumpe liegt über 20 Jahre rund 24.000 € unter der neuen Gasheizung, obwohl sie vor dem Zuschuss mehr als doppelt so viel kostet. Selbst bei niedrigen CO₂- und Biogaspreisen bleiben rund 15.000 € Abstand. Dahinter liegen Hybrid, Erdwärme, Fernwärme und Pellets eng beieinander – dort entscheiden Platz, Aufwand und persönliche Vorlieben.

Was der Vergleich annimmt

AnnahmeWert
Zeitraum20 Jahre ab 2027, ohne Inflation und Verzinsung
EnergiepreiseStand 09/2026, frei einstellbar: Erdgas 10,5 Cent je kWh plus 150 € Grundpreis, Heizöl 162 € je 100 Liter, Pellets 436 € je Tonne, Wärmepumpenstrom 24 Cent plus 140 € Grundpreis, Fernwärme 15,6 Cent
CO₂-Preisim heutigen Preis rund 60 € je Tonne; mittel: 90 € 2028, 120 € 2030, 160 € 2035, 200 € 2040; niedrig bis 120 €, hoch bis 300 €
Bio-Anteilnach Biotreppe, Aufpreis 6 Cent je kWh (niedrig 3, hoch 10); Hybrid mit 30 % angerechnet
WärmepumpeJahresarbeitszahl bei 50 °C: Luft 3,4, Erdreich 4,3; bei 35 °C höher, bei 55 °C niedriger; bei 60 bis 70 °C mit Heizkörpertausch in den kritischen Räumen
Wärmebedarfaus Ihrem Verbrauch mit 85 % Wirkungsgrad des alten Kessels, sonst aus Wohnfläche und Baujahr
Wirkungsgrad neuBrennwert 92 %, Pellets 88 %, Fernwärme-Übergabe 97 %
Wartungmit Schornsteinfeger je Jahr: Luft-Wärmepumpe 250 €, Erdwärmepumpe 200 €, Hybrid 400 €, Pellets 500 €, Fernwärme 100 €, Gas 280 €, Öl 350 €
FörderungKfW 458 ab 21.07.2026 mit den Stufen bis August 2028; Modellrechnung ohne Zusage

Förderung für die neue Heizung

Gefördert werden nur Heizungen mit erneuerbarer Energie: Wärmepumpe, Pellets und andere Biomasse, Solarthermie und der Anschluss an ein Wärmenetz. Gas- und Ölheizungen gibt es ohne Zuschuss. Seit dem 21.07.2026 gelten neue Sätze, und mehrere davon sinken in den nächsten zwei Jahren.

BausteinRegel
Grundförderung30 % für alle; für Wärmepumpen ab 01.02.2027 nur noch 15 %
Wertschöpfungsbonus15 % ab 01.02.2027 für Wärmepumpen aus EU-Fertigung
Klimageschwindigkeitsbonusfür Selbstnutzer, die eine funktionierende Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung ersetzen: 16 % bis 31.01.2027, 12 % bis 31.07.2027, 8 % bis 31.01.2028, 4 % bis 31.07.2028, danach nichts
Einkommensbonusfür Selbstnutzer: 40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 € zu versteuerndes Haushaltseinkommen
Kindermindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt: 10.000 € weniger angerechnetes Einkommen
Höchstsatz70 %, bei einem Einkommen bis 30.000 € 80 %
Förderfähige Kostenhöchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit, ab 01.02.2027 halbjährlich 750 € weniger; 15.000 € je 2. bis 6. Wohneinheit, 8.000 € ab der 7.
KfW-Programm 458, Stand 21.07.2026.

Der Weg zum Zuschuss: Ein Energie-Effizienz-Experte oder der Fachbetrieb stellt die Bestätigung zum Antrag aus, Sie schließen den Vertrag mit aufschiebender Bedingung und beantragen im Portal „Meine KfW“ – bevor die Arbeiten beginnen. Danach bleiben 36 Monate für die Umsetzung. Ihren Satz rechnet der Förder-Check genau aus; alle Einzelheiten stehen unter Förderung Heizungstausch.

Früh beantragen lohnt sich

Wer eine funktionierende Ölheizung bis Ende Januar 2027 ersetzt, bekommt 16 % Klimageschwindigkeitsbonus – ein halbes Jahr später nur noch 12 %. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten sind das 1.120 € Unterschied, und die Höchstkosten sinken gleichzeitig um 750 €.

Nach Ausgangslage

Ölheizung

Hier spricht am meisten für den Wechsel: Heizöl kostet im September 2026 so viel wie seit Jahren nicht, der Klimabonus gilt unabhängig vom Alter der Anlage, und der Tankraum ist schon da – als Pelletlager oder als Platz für Speicher. Ausbau und Entsorgung des Tanks kosten 1.200 bis 2.500 € und zählen zu den förderfähigen Kosten.

Gasheizung

Solange sie läuft, müssen Sie nichts tun. Beim Tausch zählt das Alter: Den Klimabonus gibt es erst für Gasheizungen ab 20 Jahren. Wer den alten Kessel noch einige Jahre nutzen will, kann eine Wärmepumpe dazustellen – der Kessel übernimmt dann nur noch die kalten Tage.

Nachtspeicherheizung

Nachtspeicher verbrauchen teuren Strom ohne Umweltwärme. Für jede andere Heizung braucht das Haus Heizkörper und Rohrleitungen; rechnen Sie mit 14.000 bis 24.000 € zusätzlich. Weil Sie die Heizkörper neu planen, können sie gleich für niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt werden – ideale Bedingungen für eine Wärmepumpe.

Gas-Etagenheizung

Im Mehrfamilienhaus hat oft jede Wohnung eine eigene Therme. Eine zentrale Wärmepumpe oder Fernwärme braucht neue Steigleitungen, dafür gibt es den Klimabonus unabhängig vom Alter. Mehr dazu unter Wärmepumpe im Altbau.

Heizung ausgefallen

Eine neue Gasheizung darf sofort eingebaut werden; die Bio-Quote richtet sich dann nach der Stufe zum Zeitpunkt des Ausfalls und greift nach zwölf Monaten. Wer eine Wärmepumpe will, überbrückt mit einer Mietheizung. Das gibt Zeit für Heizlastberechnung, Angebote und den Förderantrag, der vor Beginn der Arbeiten gestellt sein muss.

Erst dämmen oder erst die Heizung?

Wenn der Kessel noch läuft: erst die Hülle, dann die Technik. Nach der Dämmung braucht das Haus weniger Leistung, die Heizung wird kleiner und günstiger, und die Vorlauftemperatur sinkt. Muss die Heizung zuerst getauscht werden, legen Sie sie auf den gedämmten Zielzustand aus. Im Vergleich können Sie geplante Dämmung angeben; die ganze Reihenfolge ordnet der Reihenfolge-Planer.

Angebote richtig vergleichen

  • Raumweise Heizlastberechnung statt Schätzung nach Wohnfläche
  • Geplante Vorlauftemperatur und erwartete Jahresarbeitszahl, schriftlich
  • Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B
  • Aufstellort und Schall der Außeneinheit, bei Pellets Lager und Befüllung
  • Ausbau der alten Anlage, Tank und Abgasleitung als eigene Positionen
  • Förderfähige Kosten getrennt ausgewiesen, Vertrag mit aufschiebender Bedingung
  • Wartungskosten und Garantiebedingungen

Über Altbau-Ausbau erhalten Sie Angebote von Heizungsbetrieben, die im Bestand arbeiten. Drucken Sie den Vergleich aus und legen Sie ihn der Anfrage bei.

Häufige Fragen

Welche Heizung ist für einen Altbau am besten?

In den meisten Altbauten eine Luft-Wasser-Wärmepumpe – wenn die Heizkörper an kalten Tagen mit etwa 55 °C auskommen. Das gilt auch für viele unsanierte Häuser, weil ihre Heizkörper großzügig ausgelegt wurden. Wo das nicht reicht, sind Hybridheizung, Pellets oder Fernwärme die Alternativen.

Darf ich noch eine Gasheizung einbauen?

Ja. Das GModG erlaubt neue Gas- und Ölheizungen ohne Beratungspflicht. Ab 2029 müssen Sie aber einen steigenden Bio-Anteil beziehen, ab 2040 mindestens 60 %. Einen Zuschuss gibt es dafür nicht.

Muss ich meine alte Heizung austauschen?

Nein. Seit dem 29.07.2026 gibt es keine Austauschpflicht mehr, auch nicht für Kessel über 30 Jahre. Eine funktionierende Heizung darf weiterlaufen und repariert werden.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im unsanierten Altbau?

Oft ja. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur, nicht das Baujahr: In Feldtests im Bestand erreichten Luft-Wärmepumpen im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4. Wie Sie das für Ihr Haus prüfen, steht unter Wärmepumpe im Altbau.

Was ist günstiger: Pellets oder Wärmepumpe?

Im Betrieb meist die Wärmepumpe. Eine kWh Wärme kostet mit ihr bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 rund 7 Cent, mit Pellets rund 10 Cent – und die Pelletheizung braucht mehr Wartung. Pellets spielen ihre Stärke dort aus, wo hohe Vorlauftemperaturen nötig bleiben.

Was kostet eine neue Heizung im Altbau?

Ein Gas-Brennwertkessel 9.000 bis 14.000 €, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe 22.000 bis 32.000 €, eine Erdwärmepumpe mit Bohrung 32.000 bis 48.000 €, jeweils mit Einbau. Dazu kommen Nebenarbeiten. Alle Positionen stehen unter Kosten für Heizung.

Ist eine Infrarotheizung eine Alternative?

Als Hauptheizung im Altbau selten. Jede kWh Wärme kostet eine kWh Haushaltsstrom, im Schnitt rund 37 Cent – etwa fünfmal so viel wie mit einer Wärmepumpe. Für einzelne, selten genutzte Räume kann sie sinnvoll sein, siehe Infrarotheizung.

Quellen: Gebäudemodernisierungsgesetz, in Kraft seit 29.07.2026, und Übersicht „Neuerungen und Fristen“ des Gebäudeforums klimaneutral; KfW-Programm 458 mit den Konditionen ab 21.07.2026; Kabinettsbeschluss zum CO₂-Preis 2027 vom 12.08.2026 und Verschiebung des ETS2 auf 2028; Fraunhofer ISI zu Biomethanpreisen; Fraunhofer ISE, Feldtest Wärmepumpen im Bestand; Energiepreise aus Preisvergleichen im September 2026 (Erdgas für Neukunden, Heizöl am 12.09.2026, Pellets am 09.09.2026, Wärmepumpenstrom), Fernwärme-Durchschnittspreis 2026. Kosten sind Marktspannen, keine Festpreise. Rechtliche Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

Mit einer nachgerüsteten Flächenheizung sinkt die Vorlauftemperatur – wie weit, zeigt der Flächenheizungs-Check.

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