Holzwurmbekämpfung

Sonntag, 6. November 2011 | Autor:

HolzwurmbekämpfungSo vertreiben Sie die Schädlinge aus Ihren vier Wänden

Es gibt vielerlei Schädlinge, darunter auch der Gemeine Nagekäfer (Holzwurm), die sich durch Holzstrukturen am Leben halten. Ob sie sich dabei aber durch einen Baum im Wald oder durch Ihre antike Kommode fressen, spielt für die kleinen Tierchen keine Rolle. Umso ärgerlicher ist es also, wenn man selbst von einem solchen Holzwurmbefall geplagt wird. Hier zeigen wir Ihnen Wege aus dem Schädlingsdesaster.

So erkennen Sie einen Holzwurmefall

Dass Holz von Holzwürmern befallen ist, lässt sich relativ leicht feststellen. Die Maden des Gemeinen Nagekäfers fressen sich durch das Holz und hinterlassen dabei kleine, aber doch deutlich sichtbare Löcher, die von Bohrmehl umgeben sind. So sieht es aus, als wäre jemand dem Balken oder dem Möbelstück tatsächlich mit einem dünnen Bohrer zu Leibe gerückt – leider hinterlassen die Spuren des Holzwurms auch ebendiesen Effekt.

In nur kurzer Zeit durchlöchern Holzwürmer damit befallene Holzstücke, wobei Spintholz  bevorzugt wird, was besonders bei tragenden Elementen im Haus gefährlich werden kann. Zum Glück sind die Behandlungsmöglichkeiten vielfältig und effektiv.

Nutzen Sie natürliche Bekämpfungsmaßnahmen
Um den Holzwürmern den Garaus zu machen, sollten Sie natürliche Maßnahmen bevorzugen. Es gibt hier drei gängige Verfahren, die besonders erfolgsversprechend sind und die sich an den Überlebensbedingungen der Maden orientieren. Diese fühlen sich nämlich nur bei einer Holzfeuchtigkeit ab zehn Prozent und kühlen Temperaturen wohl, weshalb feuchte Kellerräume bevorzugt vom Befall betroffen sind. Die ausgewachsenen Gemeinen Nagekäfer setzen ihre Eier in kleine Holzrisse und –spalten ab, wo die Larven schlüpfen und sogar bis zu acht Jahre in diesem Entwicklungsstand verharren können.

Möchte man die Larven bekämpfen, müssen also die Eiablagebedingungen für die Käfer und die Überlebensbedingungen für ihre Eier ungünstig sein. Das heißt konkret: trockene und heiße oder extrem kalte Temperaturen rotten die Insekten aus.

Holzwurmbekämpfung durch Einfrieren des Holzes

Das Abkühlen des Holzes mindestens auf den Gefrierpunkt führt zu einem Absterben der darin lebenden Larven. Rund zwölf Stunden sollte das betroffene Holz deshalb in einer kalten Winternacht auf dem Balkon oder im Garten, gern auch in Plastikfolie verpackt in einem Kühlhaus, stehen.

Holzwurmbekämpfung Erhitzen des Holzes

Neben der extremen Kälte können Holzwürmer auch bei großer Hitze nicht überleben. Privat kann man hier zur Heißluftpistole greifen, die in einem entsprechenden Abstand (um Verbrennungen am Holz zu vermeiden) am ganzen Holz angewendet wird. Besonders den Bohrlöchern sollte man dabei Beachtung schenken. Wer die Möglichkeit hat, kann das Holz auch in eine Sauna stellen oder den Profi für eine Heißluftkammer beauftragen.

Prävention

Um einen erneuten Befall des Holzes zu verhindern, sollte man nach der Holzwurmbehandlung einen neuen Aufbewahrungsort wählen oder die bisherigen Lagerungsbedingungen ändern. Dazu gehört eine Kellerentfeuchtung oder die Inanspruchnahme einer Heizung im betroffenen Raum.
Wer die räumlichen Kapazitäten hat, der kann das Holz problemlos in der Wohnung aufbewahren. Die geheizten und verhältnismäßig trockenen Bedingungen hier sind für den Holzwurm nicht attraktiv.

Chemische Mittel nur im Notfall

Selbstverständlich kann man mit Lacken und anderen Holzschutzmitteln einem Befall vorbeugen oder gegen diesen angehen. Eine großflächige Anwendung ist allerdings gesundheitsschädlich und sollte deshalb nur dann angewendet werden, wenn natürliche Alternativen bereits ausgeschlossen wurden.

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Thema: Schädlinge im Haus

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