Modernisieren mit neuen Bodenbelägen

Montag, 4. Dezember 2017 | Autor:

Sei es aufgrund von Alter, Abnutzung oder weil Ihnen einfach der Sinn nach etwas Neuem und Modernen steht, mit neuen Bodenbelägen kann schnell das Haus oder die Wohnung modernisiert und aufgewertet werden. Dabei helfen Bodenbeläge von Parkett bis zu einfachen Teppichen.

Bodenbeläge im AltbauFachhandel, Internetforen und Kataloge zeigen von Saison zu Saison viele neue Ideen in Sachen Inneneinrichtung, Gestaltung und Design, sowie Kombinationsmöglichkeiten. Ebenso gibt es im Bereich der Modernisierung viele Anregungen und Tipps, wie ein neues, gemütliches Ambiente geschaffen oder Wohnungen in ihrer Qualität aufgewertet werden können. Ein wichtiger Bestandteil nehmen dabei auch Bodenbeläge ein. Sie unterscheiden sich von Material, Verlegeart und Farbton erheblich und bieten dafür den Grundstoff für viel Varietät. Im folgenden werden einige Bodenbeläge vorgestellt, die in Sachen Modernisierung gerne eingesetzt werden. Wer eine gute Übersicht  qualitativ hochwertiger Bodenbeläge sucht, sollte einen  Bodenbelag von Knutzen Wohnen in Betracht ziehen. Hier sind die unterschiedlichen Möglichkeiten ordentlich sortiert. 

Parkett

Parkett gilt als sehr vielseitiger Bodenbelag. Grund dafür ist nicht nur das Design und die Art des Holzes, sondern auch die Verlegeart – als Stäbchen, Intarsienarbeit oder als Fischgrät finden sie ihren Platz in Wohnräumen. Der Bodenbelag besteht aus massiven Hartholzelementen. Je dicker die Vollholzschicht, desto öfter lässt es sich abschleifen. Aufgrund seiner Vielfalt passt Parkett zu jedem Einrichtungsstil. Zudem ist mittlerweile eine vollflächige, raumübergreifende Verlegung möglich. Dafür wird vorher eine Spachtelmasse auf dem Boden aufgebracht, die Unterschiede des Fußbodenniveaus bis zu 2 cm ausgleicht.

Laminat

Laminat gilt als beliebter Bodenbelag aufgrund seiner Strapazierfähigkeit, die es durch die MDF-Platte, Dekorschicht und Melaminharzbeschichtung bekommt. Als kleine Regel gilt: Je dicker das Laminat, desto robuster ist es. Es gehen verschiedene Optiken mit diesem Bodenbelag einher. So gibt es Holz-, Stein-, Beton- und Terrakotta-Design. Bei Laminat mit einer Holzmaserung wird versucht dieses so wirklichkeitsgetreu wie möglich darzustellen. Dafür sorgen kleine Rillen zur Maserung und Struktur des Holzes, damit ein optischer und haptischer Effekt vorliegt. Laminat kann einfach selbst verlegt werden. Hilfreich dabei ist das sogenannte Klick-Laminat. Allerdings ist Laminat sehr Trittlaut. Möglicherweise muss dafür erst eine Trittschalldämmung verlegt werden oder das Laminat wird, wenn möglich, auf bereits vorhandenem Teppich verlegt.

Fliesen

Natürlich eignet sich nach wie vor noch die gute, alte Fliese als Bodenbelag. Mittlerweile handelt es sich jedoch nicht mehr nur um die schlichte Keramikfliese, sondern ebenso um Holzfliesen und Teppichfliesen. Letztere gelten als besonders robust und wurden ursprünglich für gewerbliche Räume konzipiert. Mittlerweile sind sie jedoch auch in Wohnräumen anzutreffen. Sie können problemlos einzeln ausgetauscht oder bei Umzügen mitgenommen werden. Holzfliesen imitieren sämtliche Holzarten und Farben. Die Fliesen bestehen aus Steinzeug, Feinsteinzeug, Steingut oder Keramik. Sie bringen das warme Holzflair in den Raum, sind jedoch so pflegeleicht wie Fliesen. Fliesen gibt es sonst in den unterschiedlichsten Designs, Größen und Farben. Abwechslung bringen zudem die Verlegeart und Kombination mit Mosaik.

Korkboden

Dieser Bodenbelag bringt viele gute Eigenschaften mit sich. Er dämpft den Trittschall, bringt Wärme, isoliert und ist im Design von normalem Kork bis hin zu Holz und Beton vertreten. Neben den Korkfliesen gibt es zudem Korkparkett- und Korkfertigparkett. Die Korkplatten können miteinander verklebt oder über Klicksysteme verlegt werden. Somit ist auch eine schwimmende Verlegung möglich. Im Falle eines Umzuges ist es damit möglich, den Boden schnell wieder zu entfernen. Für die Verlegung sollte der Untergrund fest, eben und sauber sein. Da Kork keine Milben oder Staub aufnimmt, ist der Belag sehr gut für Allergiker und Asthmatiker zu empfehlen.

Estrich

Estrich ist nicht mehr nur als typischer Untergrund anzusehen. Mittlerweile hat er auch seinen Platz als stilistischer Bodenbelag eingenommen. Er ist leicht zu verlegen, gleicht Unebenheiten perfekt aus und ist besonders strapazierfähig und pflegeleicht. Zudem ist er in mehreren Farben erhältlich. Der Estrich unterteilt sich in 5 Grundtypen und richtet sich nach Rohstoffen und jeweiligem Bindemittel. So wird unter Gussasphaltestrich, Calciumsulfatestrich, Kunstharzestrich, Magnesiaestrich und Zementestrich unterschieden. Eine gute Alternative zu Linoleum und Fliesen.

Dielenboden

Ein Dielenboden mit seinen natürlichen Fasern und Schönheitsfehlern im Holz bringen eine charmante Althausoptik ins Haus. Die Dielen bestehen aus massiven Holzbohlen und unterscheiden sich zum Parkett durch die großen Holzelemente. Neben den Dielen aus Massivholz gibt es zwei-oder sogar mehrschichtige Dielen. Zudem werden sie hauptsächlich in zwei Längen unterteilt – Lang- und Kurzdielen. Sie sind besonders hygienisch und pflegeleicht und langlebig. Bei Bedarf können sie abgeschliffen werden. Das Holz kann aus dem heimischen Nadelholz, aber auch aus Eiche, Ahorn und Douglasie bestehen. Nach der Verlegung ist eine Versiegelung mit Lack, Öl oder Lasur zu empfehlen.

Linoleum

Linoleum zeichnet sich durch umweltfreundliches, nachhaltiges Naturmaterial aus, welches besonders robust, langlebig und strapazierfähig ist. Es sorgt für ein weiches Trittgefühl und kann problemlos mit Fußbodenheizungen verarbeitet werden. Außerdem hat es eine antistatische Wirkung, ist antibakteriell, hygienisch und pflegeleicht. Mittlerweile gibt es das Material auch nicht mehr als biedere oder marmorfarbige Töne, sondern sie passen sich mit einer breiten Farbvielfalt und verschiedenen Dekoren der übrigen Einrichtung der Räume an. Wie bei anderen Bodenbelägen auch, kann es schwimmend verlegt oder mit dem Unterboden verklebt werden. Linoleum gibt es als Rollware oder zusammensteckbare Klickelemente. Aufgrund seiner Beschaffenheit und Herstellung gilt es als ökologischer Bodenbelag.

Teppichboden

Teppichboden findet nach wie vor meist in Schlafzimmern Anwendung. Da Teppichboden oft im ganzen Raum verlegt wird, sollte im Vorfeld gut überlegt werden, welcher Teppich und was für Muster vorhanden sein sollen. Schließlich wirkt sich dieser Bodenbelag stark auf den Raum aus. Demnach sollte auch über die Höhe des Flors nachgedacht werden. Der Teppichboden kann vollflächig oder nur an den Rändern mit Teppichklebeband verklebt werden. Da er gerne Staub und Milben aufnimmt, ist eine regelmäßige Reinigung wichtig. Allerdings können auch einzelne Teppiche bereits viel Unterschied in einer Wohnung machen. So werden Orientteppiche, Perserteppiche oder auch Felle zu einem modernen Einrichtungselement.

Tipp: PVC Bodenbeläge im Test

Kosten eines neuen Bodenbelags

Natürlich sind die Kosten abhängig von dem jeweiligen Material, der Menge und der Verlegeart. Meist beziehen sich die Verkaufspreise des Materials auf den Quadratmeter. So werden qualitative Fliesen zwischen 35 und 50 Euro pro Quadratmeter verkauft, Teppichboden ab 25 Euro und Parkett ab rund 80 Euro, um einige Beispiele zu nennen. Muss vor der Verlegung der Boden erst gesäubert und von alten Belägen befreit werden, könnten zusätzliche Kosten für die Entfernung und Entsorgung anfallen. Möglicherweise liegen diese zwischen 10 und 20 Euro pro Quadratmeter.

Zu einer Modernisierung mit neuen Bodenbelägen können Sie als Hausbesitzer in vielen Fällen auch selbst Hand anlegen. Zur richtigen Verlegung lassen sich viele Anleitungen und Tipps finden. In manchen Fällen sollte jedoch überlegt werden, nicht doch einen Fachmann zu Rate zu ziehen, damit optimale Ergebnisse erzielt werden können.

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Thema: Altbausanierung allgemein

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