Kosten und Preise für eine neue Heizung

Sonntag, 25. September 2011 | Autor:

Preis für eine neue HeizungOb beim Neubau, der Renovierung oder der energiesparenden Sanierung eines Hauses nimmt ein Teil der Arbeiten zumindest kostenmäßig den Löwenanteil ein: die Heizung. Für einen groben Überblick werden an dieser Stelle die Preise für eine neue Heizung je nach Art und Modell verglichen.

Wie viel Geld Sie letztendlich tatsächlich investieren müssen, kann Ihnen allerdings nur ein fachkundiger Handwerker sagen, da diese Faktoren stark von der Größe des Hauses, der etwaigen bereits installierten Heizanlage und möglichen Subventionen abhängt. Holen Sie sich deshalb auf jeden Fall Angebote von verschiedenen Firmen ein, vergleichen Sie Kosten und Leistungen und vereinbaren Sie einen Festpreis. So erleben Sie im Nachhinein keine bösen Überraschungen.

Konventionelle Heizanlagen

Gasheizung

Die Gasheizung ist eine der am weitesten verbreiteten Heizungsarten. Vor allem in Mehrfamilienhäusern ist sie oft noch eingebaut. Die Funktionsweise ist recht simpel: Gas wird verbrannt und die Wärme an Luft oder Wasser (heutzutage eher letzteres) weitergegeben, die dann durch die Heizrohre läuft und die Wärme weiterleitet. Die Installation einer Gasheizung ist mit rund 8000 Euro für ein durchschnittliches Einfamilienhaus relativ günstig, jedoch ist der Gaspreis in den letzten Jahren enorm gestiegen. Somit zieht eine Gasheizung im Verbrauch recht hohe Kosten mit sich, gerechnet werden kann mit rund 1.600 Euro für Brennstoff und Instandhaltung pro Jahr.

Ölheizung

Die Ölheizung liegt mit einem Anschaffungswert von rund 9.000 Euro etwas über der Gasheizung. Auch hier wird eine Ressource (Öl) verbrannt und die daraus entstehende Wärme in das Heizsystem eingespeist. Da der Ölpreis in den vergangenen Jahren noch stärker angestiegen ist als der Gaspreis, zieht eine Ölheizung auch im Unterhalt höhere Kosten mit sich. Man sollte rund 1.800 Euro für ein durchschnittliches Einfamilienhaus einkalkulieren – Tendenz steigend.

Nachtspeicherheizung

Die Nachtspeicherheizung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt, um den gesamten Tag über eine homogene Stromnachfrage zu erzeugen. Der Wärmespeicher wird abends mittels Strom aufgeheizt und gibt die Wärme ein paar Stunden später langsam ab. Problematisch ist hierbei nicht nur die unstetig verfügbare Heizenergie, sondern auch der enorme CO2-Ausstoß bei der Stromgewinnung. Aus diesem Grund sind in Deutschland Nachtspeicherheizungen, die vor 1990 angeschlossen wurden, ab 2020 verboten. Alle danach installierten Heizungen müssen innerhalb einer 30-Jahres-Frist fachgerecht und auf eigene Kosten entsorgt und ersetzt werden.

Ressourcenfreundliche Heizanlagen

Pelletheizung

Im Zuge der Hinwendung zu alternativen, nachhaltigen und vor allem ressourcenfreundlichen Heizanlagen wurde die Pelletheizung entwickelt. Sie funktioniert ähnlich wie ein klassischer Kaminofen, kann aber im Gegensatz dazu als Zentralheizung das ganze Haus mit Wärme versorgen. Kleine gepresste Holzstifte (Pellets) werden verbrannt und die Wärmeenergie wie üblich über einen Wasserkreislauf weitergegeben. Mit 15.000 Euro Anschaffungskosten ist die Pelletheizung im Vergleich zu konventionellen Heizanlagen deutlich teurer, jedoch rechnen sich die Erstkosten innerhalb weniger Jahre. Die Pellets sind nämlich nicht nur deutlich umweltschonender, sondern kosten auch viel weniger als eine für die gleiche Heizenergie benötigte Menge Öl oder Gas. Zurzeit wird der Einbau noch staatlich bezuschusst.

Solarthermie

Die Sonnenenergie ist eine der am vielfältigsten nutzbaren Energien. Ihre Beanspruchung ist dabei nicht nur kostenlos, sondern verbraucht zudem keinerlei Ressourcen. So kann man sich besonders als Eigenheimbesitzer die Sonne aktiv zu Nutze machen.
Neben Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung gibt es außerdem solarthermische Anlagen, die die Sonnenenergie in Wärmeenergie umwandeln. In Deutschland haben diese Installationen zwar keinen so großen Wirkungsgrad wie in südlicheren, sonnigeren Ländern, doch lässt sich mit einer gut konzipierten Anlage zumindest der Warmwasserverbrauch eines Einfamilienhauses decken (Anschaffungskosten rund 5.000 Euro) und  der Heizbedarf minimieren (Anschaffungskosten rund 11.000 Euro).

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Thema: Heizungserneuerung

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