Fassadendämmung beim Altbau: Ist sie wirklich nötig?

Freitag, 5. Juli 2013 | Autor:

Fassadendämmung am AltbauWer seinen Altbau sanieren will, der stellt sich die Frage, wo er am besten anfängt. Muss eine Fassadendämmung wirklich her? Das ist eine der grundlegenden Fragen, die im Zusammenhang mit dem Altbau anstehen. Vielfach wird nämlich behauptet, die Fassadendämmung lohne sich beim Altbau nicht, da die Kosten zu hoch seien. Schließlich muss beim Alt-, im Gegensatz zum Neubau noch extra ein Gerüst errichtet werden, um die Fassade zu dämmen. Auch die Annahme, dass die Fassadendämmung unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparverordnung (EnEV), grundsätzlich Pflicht ist, stimmt so nicht. Eine verpflichtende Fassadendämmung ergibt sich aus der EnEV nur dann, wenn anstehende Maßnahmen dazu führen, dass mehr als zehn Prozent der Gesamtfläche neu verputzt werden müssen. Weiterhin kommen im Zuge einer Fassadensanierung oftmals weitere Modernisierungsmaßnahmen auf den Bauherrn zu.

Diese sind z.B.:

  • Fenstertausch bzw. Renovierung der vorhandenen Fenster
  • Einbau neuer Fensterbänke
  • Dachkasten streichen bzw. verwitterte Bretter austauschen
  • Trockenlegung des Kellerbereichs (Horizontalsperre & Vertikalsperre)
  • Fallrohre bzw. Dachrinne erneuern

Kosten und Einsparmöglichkeiten

Genaue Einsparpotenziale lassen sich natürlich bei Altbauten nie nennen. Als Faustregel hat es sich aber bewährt, bei einer Dämmung der Fassade im Altbau von einer Heizkosteneinsparung bis zu 30 Prozent, teilweise sogar noch mehr, auszugehen.

Die Kosten für die Fassadendämmung gestalten sich dabei unterschiedlich. Hier kommt es auf die Art der Dämmung an, aber auch auf die Fläche, die gedämmt werden muss. Bei einer klassischen Wärmedämmung mittels Wärme-Dämm-Verbund-System kann man von Kosten zwischen 50 und 150 Euro pro Quadratmeter Fläche ausgehen. Dies ist unter anderem auch davon abhängig, welche Dämmplatten verwendet werden sollen.

Wer sich für die Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk entscheidet, setzt zumeist auf die so genannte Einblasdämmung. Das verwendete Dämmmaterial wird dabei durch kleine gebohrte Löcher in den Zwischenraum der Fassade eingeblasen. Die Löcher sind anschließend wieder zu verschließen. Die Kosten belaufen sich auf 18 bis 25 Euro pro Quadratmeter Fläche, sind also wesentlich geringer, als beim Wärme-Dämm-Verbund-System.

Weitere Einsparungen im Altbau

Neben der Fassadendämmung, die vor allem der Einsparung von Heizkosten dienen soll, sind noch weitere Möglichkeiten zum Sparen im Altbau gegeben. So kann durch die gezielte Suche nach einem neuen Stromanbieter, etwa unter oekostromanbieter.com, ein günstigerer Tarif für den Strombedarf im Altbau gefunden werden. Zusätzlich wird hier nur Ökostrom angeboten, der besonders günstig für die Umwelt ist.

Bereits wenn die Entscheidung für die Einblasdämmung gefallen ist, sollte überdacht werden, ob nicht zuvor noch der Stromanbieter gewechselt werden kann. Denn so lassen sich die Kosten für die Dämmung weiter absenken, da günstigerer Strom für das Einblasen verwendet werden kann.

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Thema: Fassadenerneuerung

Ein Kommentar

  1. 1 | RenovierTier |

    hallo, ihr alt- und ausbauer,

    stand bei meinem altbau (efh, Bj. 79) auch vor dem fassadendämmproblem. habe mich dann auf anraten eines baubiolgen für ne unger holzfaserdämmung enschieden, weil die anpassungsfähig ist und auf dem alten putz angebracht werden konnte. Damit habe ich mir zumindest schon mal einige zeit und kosten fürs putzabschlagen erspart. :-)

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