Wärmedämmung & Fenster: U-Wert, G-Wert & k-Wert

Sonntag, 2. Oktober 2011 | Autor:

So erkennen Sie energiesparende Fenster

Fenster WertFenster sind eine wichtige Komponente im Altbau. Sie entscheiden darüber, wie viel Licht in die Wohnung oder das Haus gelassen wird und erfüllen vor allem eine isolierende Wirkung. Was vor einigen Jahrzehnten mit einer schlichten Einfachverglasung anfing, hat sich mittlerweile zu einem der ausgereiftesten Bestandteile beim Hausbau oder der energieeffizienten Altbausanierung entwickelt.
Neben der Beschaffenheit der Fenster an sich, zählt auch die sichere Dichtung von Fenster und Rahmen eine bedeutende Rolle.

Erstes Kriterium: der U-Wert

Der U-Wert ist besonders in der kalten Jahreszeit von großer Bedeutung. Er gibt an, wie viel Wärme über das Fenster nach draußen gelangt (Wärmedurchgangskoeffizient). Je höher dieser Wert, desto mehr muss man heizen, um den Raum kontinuierlich auf einem gewissen Niveau warmzuhalten. Der U-Wert wird anhand des Verhältnisses W/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin-Temperaturunterschied) definiert und zeigt auf, mit wie viel Wärmeverlust innerhalb einer Stunde bei einem Temperaturunterschied von einem Grad Celsius innen/außen gerechnet werden muss.

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Die besten U-Werte erreicht man bei Passivhäusern mit Thermoverglasung. Hier wird als Richtwert rund 0,6 W/m²K angegeben. Eine Verringerung des U-Wertes um 0,1 W/m²K führt eine Reduzierung des Heizölverbrauchs um 1,2 Liter in einer Heizperiode und pro Quadratmeter Fensterfläche mit sich. Das Beachten und Senken des U-Wertes ist demnach bares Geld wert.

Zweites Kriterium: der G-Wert

Der G-Wert ist das Gegenstück zum U-Wert. Er gibt an, wie viel Wärme über die Fenster nach innen dringen kann und wird somit auch als Energiedurchlasswert bezeichnet. Fenster müssen somit nicht immer nur Wärmeverluste einfahren, sondern können auch für Wärmegewinne verantwortlich sein.
Beim G-Wert wird in Prozent angegeben, wie viel der einstrahlenden Sonnenwärme von außen nach innen eindringt. Ein G-Wert von 0,5 entspricht somit einem solaren Energiegewinn von 50 Prozent.
Eine handelsübliche Zweifachverglasung weist meist einen G-Wert von 0,6 auf, während sich der U-Wert auf 1,1 beläuft.

Das Verhältnis zwischen U-Wert und G-Wert

Es gibt bei der Fensterauswahl keine eierlegende Wollmilchsau. Sie werden kein Fenster finden, dass sowohl einen hohen G-Wert als auch einen niedrigen U-Wert aufweist. Deshalb gilt es, das Fenster stets nach seinem jeweiligen Bestimmungsort auszusuchen.
Planen Sie eine Fenstersanierung oder einen Fenstereinbau an der Nordseite Ihres Eigenheims, sollten Sie berücksichtigen, dass die Sonneneinstrahlung keine große Rolle spielen wird. Demnach eignen sich hier Fenster mit einem niedrigen U-Wert am besten, während der G-Wert zu vernachlässigen ist.
Soll es hingegen eine neue Verglasung an der Südseite sein, wechseln die Prioritäten. Hier ist es wichtig, dass die Fenster besonders im Winter viel der einstrahlenden Wärme weitergeben, um den Heizbedarf so gering wie möglich zu halten: ein hoher G-Wert ist die erste Wahl.

Achtung: Diese Richtlinien gelten für deutsche Verhältnisse. Planen Sie ein energieeffizientes Haus im Mittelmeerraum oder in anderen südlichen Gefilden, dann sieht die Berücksichtigung der unterschiedlichen Werte wieder anders aus.

Ein Relikt aus vergangenen Zeiten: der k-Wert

Es kann sein, dass Sie bei der Recherche nach energieeffizienten Fenstern noch auf den k-Wert stoßen werden. Dieser wurde vor einiger Zeit durch den U-Wert abgelöst, die Begriffe benennen beide den Wärmedurchgangskoeffizienten und sind identisch verwendbar.

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Thema: Altbausanierung allgemein, Fenster erneuern

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