Fenster aus Kunststoff im Altbau einsetzen

Holzfenster raus - Kunststofffenster rein

Um in unserem Altbau neue Fenster aus Kunststoff einzubauen, mussten im Vorfeld die alten Holzfenster ausgebaut bzw. herausgerissen werden. Da diese Holzfenster nicht mehr benötigt werden, brauchten wir auch keine Rücksicht auf evtl. entstehende Schäden an den Fenstern nehmen.

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Nachdem die Fenster ausgebaut bzw. rausgerissen wurden und die überschüssigen Putzreste aus der Mauernische entfernt wurden, ging es daran, die neuen Kunststofffenster aus dem Rahmen zu lösen, so dass nur noch der Rahmen vorhanden war. Dieser Fensterrahmen musste, da er nicht ausreichend breit war, aufgedoppelt werden. In Fachkreisen spricht man auch von einer Rahmenverbreiterung, welche notwendig ist, wenn die Mauer- bzw. Wandnische sehr groß ist (oft im Altbau), da hier oft Doppelkansenfenster eingebaut wurden. In unserem Fall wurde der Fensterrahmen um 60 mm an den Seiten und 100 mm an der Oberkante des Fensterrahmens verbreitert.

Fenster ausbauen

Dazu wurden Kunststoffprofile, welche zur Rahmenverbreiterung verwendet werden mit einer 80 mm Schraube an den Seiten und einer 120 mm Schraube an der Oberkante verschraubt. Das heißt, die Verschraubung ragt etwa 20 mm in den original Fensterrahmen hinein.

Heimwerker Tipp! Beim verschrauben ist zu beachten, dass die Schraube nicht das Kunststoffprofil des Fensterahmens sprengt - den Akkuschrauber entsprechend einstellen.

Nachdem der Fensterrahmen so weit vorbereitet wurde, dass er in die Mauernische passt, wurde der Rahmen mit Löchern von einem 10er Bohrer an jeweils drei Stellen der linken sowie der rechten Seite versehen. Von der Ober- und der Unterkante des Fensterrahmens wurde jeweils im Abstand von ca. 25 cm ein Loch gebohrt. Das dritte Bohrloch wurde dann etwa mittig der bereits vorhandenen Löcher gesetzt. Bei größeren Fenstern müssen entsprechend mehr Bohrlöcher gesetzt werden. Im Zweifel ist es immer besser einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Dichtband / Kompriband im Fenster- Rahmen verkleben

Kompriband im Fenster - RahmenDamit eine optimale Dichtigkeit gegen Zugluft, Kälte und Wärme gewährleistet werden kann, ist es sinnvoll ein sog. Kompriband zu verkleben. Dises Kompriband ist selbstklebend und quillt zwischen Fensterrahmen und Wand auf, sodass eine hervorragende Isolierung entsteht. Es git dies Dichtungsklebestreifen in verschiedenen Ausführungen. Wichtig ist, dass darauf geachtet wird, dass die Baulücke (Abstand zwischen Rahmen und Mauerwerk) durch das aufgequollene Kompriband geschlossen wird.

Im Anschluß wurde das Fenster in die Wandöffnung eingesetzt und mit Hilfe der Wasserwaage und einem Gliedermaßstab ausgerichtet. Da an dieser Stelle die häufigsten Fehler gemacht werden, wird hier Schritt für Schritt de Einbau bzw. die Ausrichtung der Fenster beschrieben.

1. Fenster horizontal ausrichten

Fenster horizontal ausrichtenHorizontale Ausrichtung an der Unterkante des Fensterrahmens - da die Fenster- bzw. Solbank im Anschluss an die Fenstermontage gerade in der Wand sitzen soll, muss bei der horizontalen Ausrichtung des Fensterrahmens darauf geachtet werden, dass der Abstand an der linken und der rechten Seite zum äußeren Punkt der Fassade gleich ist. Danach wird der Fensterrahmen mittels Keilen so fixiert, dass dieser sich beim bohren nicht verschieben kann. Anschließend werden die Bohrlöcher für die Schraubdübel gesetzt.

Heimwerker Tipp! Da hier der Rahmen schnell aus seiner Ursprungsposition kommen kann, sollten die Schraubdübel per Hand angezogen werden.

2. Vertikale Ausrichtung des Fensters

Fenster vertikal ausrichtenNachdem die horizontale Ausrichtung abgeschlossen ist, wird der Fensterrahmen vertikal (lotrecht) ausgerichtet. Auch hier wird im Anschluss mit Hilfe von Keilen der Rahmen fixiert. Nun werden die übrigen Bohrlöcher gesetzt. Nach diesem Schritt wird der Fensterrahmen endgültig mit der Wand verschraubt. Zum Verschrauben des Fensterrahmens werden spezielle Stahldübel verwendet, welche in das Bohrloch eingeführt werden und sich beim anziehen mittels Schraubendreher wie eine Blume öffnen. Somit ist der Fensterrahmen optimal mit der Wand verbunden.

3. Einsetzten der Fenster

Hier werden die im Vorfeld ausgebauten Fenster entsprechend wieder im Rahmen eingesetzt. Dabei wird zuerst die Unterseite im Scharnier eingeführt und anschließend die Oberkante mittels Bolzen befestigt.

4. Montageschaum - Fenster - Rahmen ausschäumen

Fenster ausschäumen mit BauschaumUm einen optimalen Halt sowie Isolierung zu gewährleisten, werden die vorhandenen Hohlräume zwischen Fensterrahmen und der Mauer mit geeignetem Montageschaum ausgefüllt. Da dieser in einigen Fällen sehr stark aufquillen kann, sollten hier die Herstellerangaben beachtet werden.

Heimwerker Tipp! Bei einer größeren Anzahl einzubauender Fenster kann sich die Investition in eine Bauschaumpistole bezahlt machen. Hier werden lediglich die Kartuschen ausgewechselt, welche oftmals auch günstiger sind.

Aber Achtung, nicht vergessen die Bauschaumpistole nach der Nutzung ensprechend zu reinigen.

5. Ausgehärteten Bauschaum beseitigen

Die überschüssigen Bauschaumreste werden anch der Aushärtungszeit leicht schräg nach innen mit Hilfe des Cuttermessers abgeschnitten.

 

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