Laminat verlegen

Anleitung zur Laminatverlegung

Der Laminatboden ist einer der am häufigsten verwendeten Fußbodenbeläge in Deutschland. Sehr bekannt, in unterschiedlichen Designs von modern bis ländlich hin zu historisch und: Einfach zu verlegen. Klick-Laminatböden finden großen Zuspruch – und sind in der Regel einfach und ohne Einsatz von Klebstoffen zu verlegen. Hat man sich für ein Design entschieden und die Paneele in entsprechender Menge erworben, kann mit der Verlegung begonnen werden.

Benötigtes Werkzeug zum Laminat verlegen:

  • Säge (Stichsäge) zum Abschneiden oder Zurechtschneiden der Laminatbretter
  • Gummihammer für das sanfte Anklopfen bei entstehenden Lücken oder Spalten
  • Weiches Tuch als Unterlage für den Gummihammer, um Abfärbungen zu vermeiden
  • Stemmeisen
  • Kleine Holzspitzen (dreieckig) als Abstandhalter für Dehnfugen oder zum Stabilisieren der bereits verlegten Fläche und um ein Verrutschen der verlegten Bretter zu vermeiden
  • Zugeisen für das Zurechtrücken der Bretter
Anleitung zum Laminat verlegen

Vorab gilt: Laminat verlegt wird nebeneinander. Ist eine Reihe abgeschlossen, wird in der nächsten Reihe ebenso wieder von links begonnen und weiterhin nebeneinander weiterverlegt. Jede Reihe benötigt am Anfang und am Ende einen passenden Abstandshalter zur Einhaltung der Dehnfuge.

Mit der Laminatverlegung wird in einer linken Ecke der Bodenfläche begonnen. Zunächst wird der Abstandshalter gelegt, direkt daran, später mithilfe des Hammers und nach Anlegen der nächsten Laminat-Paneele, der Keil noch mit dem Brett leicht unter Druck gebracht, um einen guten Halt zu erzielen. Dabei spielt es für die Verlegung keine Rolle, ob die Linien horizontal oder vertikal verlaufen. Bei den Laminat-Paneelen, die für die erste Reihe benötigt werden, ist es zunächst erforderlich, die Nut abzusägen. Die erste Reihe wird mit der (ursprünglichen) Nutseite zur Wand hin verlegt. Durch leichtes Klopfen mit Hammer oder von Hand können die Bretter nebeneinander verbunden werden. Das letzte Brett in der ersten Reihe muss auf die entsprechende Länge zugeschnitten werden. ACHTUNG bei der Vermessung: Die Dehnfuge muss berücksichtigt werden!

Wurde das letzte Brett in der ersten Reihe eingebracht, wird die verlegte Reihe nochmals mit dem Zugeisen zusammen geschoben, um das Entstehen von Lücken, Spalten oder kleinen Ritzen zu vermeiden. Anschließend wird der Abstandshalter eingeklopft.

Das erste Brett der zweiten Reihe bildet das Reststück des letzten Brettes der ersten Reihe. So werden die Bretter versetzt angeordnet, mit dem Ziel einer guten Festigkeit und eines angenehmen Erscheinungsbildes. Wichtig ist, dass das Reststück eine Länge von mindestens 25 Zentimeter hat! Nach dem Anbringen des Abstandhalters vor dem ersten Brett der zweiten Reihe kann nun die Laminatverlegung fortgesetzt werden. Dabei die zweite Paneele an der Federseite angehoben, aber mit der Nut direkt an der Feder der ersten Paneele anlegen und mit leichtem Druck „einklicken“ und hinunterdrücken.

Wichtig ist, dass die Querfugen (Fugen zwischen den Reihen) immer vollständig verschlossen werden. Am einfachsten gestaltet sich die Laminatverlegung, wenn zunächst die Querseite vollständig verschlossen wird. Im Anschluss daran die Längsseite verschließen.

Diese Vorgänge wiederholen sich nun einige Male, bis die gesamte Bodenfläche verlegt ist. Nach jeder Reihe sollte diese vor dem Einbringen des Abstandhalters mit dem Zugeisen nochmals zurecht gerückt werden, um eine entsprechende Festigkeit zu erzielen.

Die letzte Reihe der Laminatpaneele, muss auf die entsprechende Breite zurecht und gegebenenfalls die Wandkontur mit eingeschnitten werden. Bei der Vermessung muss die Dehnfuge wieder berücksichtigt werden!

Abschließend werden noch die Keile zum Einhalten der Dehnfugen entfernt und dem Design entsprechende Wandleisten darüber angebracht.

Laminatverlegung in der Praxis - eine Zusammenfassung

Um in einem Raum Laminat zu verlegen, sollte zunächst die Frage geklärt werden, ob der Untergrund, auf dem das Laminat verlegt werden soll ebenerdig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, muss dafür gesorgt werden, dass eine Ebene Fläche hergestellt wird. Bei einem Estrichbeton- Fußboden kann z.B. eine Ausgleichmasse flüssig in die unebene Delle aufgefüllt werden. Dies härtet relativ zügig durch und sorgt somit für beste Voraussetzungen bei der Verlegung des Laminatbodens.

Merke! Ebener Untergrund sollte vor der Verlegung von Laminat vorhanden sein, damit die Laminat- Paneele sich nicht durchbiegen können und somit ausbrechen können. Im Fachjargon lautet die Aussage: "Der Untergrund muss den anerkannt geltenden Regeln des Fachs und entsprechend dem Stand der Technik trocken, eben, sauber und tragfähig sein"

Trittschall - Dämmung bei der Verlegung von Laminat nicht vergessen

Um angrenzende Räume oder Wohnungen vor übertretendem Schall zu schützen, ist der Einbau einer sog. Trittschalldämmung erforderlich. Diese Trittschalldämmung wird unter dem Laminat verlegt. Bei der Verlegung der Trittschalldämmung auf mineralischem Untergrund in Folienform, sollte die Folie überlappend und wannenartig eingebaut werden. An den Rändern bzw. an den Wandanschlüssen sollte ein Abstand von etwa einem Zentimeter eingehalten werden, damit auch hier der Schall nicht auf die Wände übertragen werden kann. Hierzu verwendet man sog. Abstandhalter.

Die Verlegung von Laminat

Die Verlegung der Laminat- Paneele sollte in der Regel so durchgeführt werden, dass diese parallel zur Hauptlichtquelle liegen. Für den Fall, dass Holztürzargen bei der Verlegung des Laminats stören könnten, sollten diese vorher eingekürzt werden.

Nach der Verlegung des Laminat - Fußbodens

Abschlussleisten Laminat verlegenNachdem alle notwendigen Schritte durchgeführt wurden und Das Laminat im Raum verlegt wurde, werden die Abstandhalter entfernt und die Abschlussleisten bzw. Sockelleisten montiert.

Achtung! Die Abschlussleisten dürfen nicht am Boden befestigt werden, da der Laminat- Fußboden arbeitet. Es müssen also unbedingt die Bewegungsfugen freigelassen werden.

Hinweise zur Pflege des Laminat- Fußbodens

Um den Laminat- Fußboden möglichst zu schonen, sind bestimmte Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers zu beachten. Allgemein sollte darauf geachtet werden, dass keine scharfkantigen Gegenstände z.B. Stuhlbeine die Oberfläche des Laminat- Bodenbelags beschädigen. Stuhlbeine können z.B. mit sog. Filzgleitern ausgestattet werden und stellen somit keine Gefahr für das Laminat dar. Weiterhin sollte der Laminatboden vor dem Wischen (nebelfeucht) gefegt werden. Als Reinigungsmittel dürfen keine kratzenden bzw. schabenden Mittel verwendet werden.

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Buchtipp Laminatverlegung!