Wer schon einmal in einem Altbau gewohnt hat, weiss, dass bestimmte Wohnungsbestandteile einen besonderen Wohnflair ausmachen. Onhe Frage, gehören liebevoll aufgearbeitete alte Holztüren zu eben diesen Bestandteilen einer Altbau- Wohnung.
Da meistens die alten Holztüren viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben, wirft dies auch einen Schatten auf den Zustand. Oftmals sind tiefe Kratzer, Risse und Lackschäden an den Holztüren zu sehen. Hier kann der Heimwerker mit etwas Geschick die Türen aufarbeiten.
Bei der Modernisierung unseres Altbau- Hauses bzw. unserer Altbauwohnungen, haben wir uns auf die Fahne geschrieben, diese alten Holztüren in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Dazu war es notwendig, mehrere Arbeitsschritte durchzuführen. Im Folgenden wird beschrieben, welche Maßnahmen notwendig waren, um die Holztüren aufzuarbeiten.
Die alte Farbe bzw. der alte Lack der Holztür kann mit Hilfe einer Heißluftpistole und einem Spachtel entfernt werden.
Da durch die Zeichen der Zeit Risse, Kratzer und Löcher an den Holztüren auftreten, gilt es diese im Zuge unserer Altbaumodernisierung zu verschließen, so dass schlussendlich eine glatte Oberfläche entsteht.
Beim Auftragen der Reparatur- Spachtelmasse, sollte großzügig mit dem Material umgegengen werden. Dort, wo z.B. eine Delle in der Holztür oder Zerge vorhanden ist, sollte nach dem Auftragen des Reparaturspachtels eine leichte Beule entstanden sein. Diese wird im Anschluss also beim nächsten Arbeitsgang durch das Schleifen geebnet.
In diesem Schritt werden die letzten Unreinheiten mit einem Schleifpapier mit einer groben Körnung (60 bis 80) entfernt. Als zweiten Schleifgang enpfiehlt es sich mit einer feineren Körnung (100 bis 160) die Holztür zu bearbeiten. Als Schleifgerät kann z.B. ein Exzenterschleifer oder Schwingschleifer verwendet werden.
Tipp! An besonders schwierigen Stellen, wie z.B. Zierelemente, welche einmal gedrechselt wurden, eignet sich Stahlwolle der Kategorie 3-5. Diese Stahlwolle passt sich optimal an die Struktur der zu schleifenden Oberfläche an. Stark verwinkelte Stellen der Holztür lassen sich daher besser erreichen.
Bevor die Holztür im nächsten Schritt grundiert werden kann, müssen alle Unreinheiten, wie Staub und Schmutz entfernt werden. Dazu empfiehlt es sich, mit einem Staubsauger die feinen Partikel abzusaugen und anschließend mit einem feuchten Lappen nachzuwischen.
Da wir uns auf jeden Fall für die baugesunde Variante der Oberflächenlackierung der Holztüren entschieden haben, verwenden wir nur wasser basierende Anstriche. Als Grundierung wird ein Primer auf Acryl- Basis verwebdet, welcher die Grundlage für den späteren Anstrich darstellt. Dieser wird mittels Pinsel oder Rolle aufgetragen.
Die Holztüren und Zargen werden nach der Grundierung und einer Trocknungszeit von etwa 12 - 16 Stunden mit einem Lack auf Wasserbasis überzogen. In unserem speziellen Fall, haben die Holztüren und Zargen einen seidenweiß glänzenden Charakter erhalten.