Terrassen fit für den Frühling machen

Freitag, 28. Februar 2014 | Autor:

Einfach Terrasse reinigenJetzt, wo der Frühling vor der Tür steht, ist es nicht nur Zeit für den obligaten Frühjahrsputz im Haus, sondern auch die Terrasse gilt es, nach der kalten Jahreszeit auf Vordermann zu bringen, damit sie in voller Pracht erstrahlt. Besondere Pflege nach dem Winter sollte neben den Terrassendielen auch den Steinplatten und Betonplatten zuteil werden denn die kalte, feuchte Witterung und unkontrollierter Pflanzenwuchs setzt allen Materialien sehr zu.

Wirkung der kalten, feuchten Witterung auf das Außenholz

Unter der Einwirkung von Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit werden Holzoberflächen rau. Dies ist vor allem ein ästhetisches Problem. Auch die Farbe leidet unter der Witterung, und es kommt zu uneinheitlichen Verfärbungen. Darüber hinaus kann es infolge von extremen Temperaturschwankungen dazu kommen, dass das Holz aufquillt und sich verformt. Feuchtigkeit birgt vor allem einen Risikofaktor: die Bildung von Schimmelsporen, also von Pilzen. Diese zerstören das Material langsam aber sicher.

Neben den Wettereinflüssen sind es auch die Flora und Fauna, die dem Material Holz zusetzen. An schattigen Stellen, an denen sich Feuchtigkeit lange hält, siedeln sich Moos und Algen an und breiten sich aus. Ferner gibt es unter den Insekten diverse Holzschädlinge wie bspw. die Holzwespe, die ihre Larven im Holz ablegen, die wiederum das Holz durch das Nagen von Gängen von innen zerstören.

Pflege von Holzterrassen

Für die Pflege von Holzterrassen gibt es spezielle flüssige Pflegeprodukte für Holzflächen im Außenbereich. Zur Anwendung kommen vor allem:

  • Flüssigseifen
  • Versiegelungen
  • Öle mit UV Schutz

Bei der Bodenfläche, d. h. den Holzdielen gilt es zunächst, das Holz von äußeren Verschmutzungen zu befreien; danach sollte eine Schutzschicht aus Öl aufpoliert werden. Dieses verleiht dem Holz insbesondere einen effektiven UV Schutz, denn nicht nur die Kälte im Winter, sondern auch intensive Sonnenstrahlen im Sommer beanspruchen das Material.

Pflege von Holzterrassen

Holzdielen mit Wachs vor Witterung schützen

Für größere Flächen empfiehlt sich die Reinigung mit einer Tellermaschine, bei kleineren Flächen tut es die manuelle Reinigung mit speziellen Bürsten, in der Regel aus Nylon. Die Reinigungsmaschine muss mit einem Reinigungs Pad zum Auftragen des Putzmittels und einem Pad zum Einmassieren der schützenden Ölschicht ausgestattet sein.

Die Art der Oberflächenstruktur (genutet der glatt geschliffen) ist ausschlaggebend dafür, wie viel Öl verwendet werden muss, wobei genutete Oberflächen mehr Öl aufsaugen als glatte Oberflächen. Als Richtwert gilt, dass man mit 1 Liter Öl zwischen 10 m² und 13 m² Fläche bearbeiten kann. Neben dem Schutz des Holzes spielen auch optische Kriterien eine Rolle; durch die Behandlung mit Öl wird die natürliche Täfelung der Holzdielen besonders hervorgehoben.

Wird beim Polieren der Holzdielen ein dunkles Öl verwendet, dann ist es im Anschluss notwendig, mit Endpolitur Pads oder mit speziellen Poliertüchern nachzupolieren; andernfalls kann es zu Verfärbungen kommen.
Auch spezielle Flüssigseifen können bei der Terrassenreinigung verwendet werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie rückfettend wirken und so das Material nachhaltig schützen.

Bei der Reinigung der Holzdielen sollte zudem auf eine Außentemperatur von mindestens 18° C geachtet werden; so ist sichergestellt, dass die Dielen nach der Reinigung bzw. nach der Ölbehandlung nicht zu lange zum Trocknen brauchen. Zu hohe Temperaturen sind ebenfalls nicht empfehlenswert wegen der intensiveren Verdunstung. In der Regel sind mindestens 24 Stunden zum Trocknen notwendig. Das Trocknen der Dielen nach dem Aufpolieren des Pflegeöls dauert zwischen 1 und 2 Tagen. Dann erst kann die Nachpolitur, die bei dunklen Ölen angemessen ist, vorgenommen werden.

Leichte Verschmutzungen sollten generell in regelmäßigen Intervallen mit einem Handfeger oder mit Wasser entfernt werden. So sind der Verschmutzungsgrad und der Reinigungsaufwand nach einem langen Winter nicht zu hoch.

 

Reinigung mittels Hochdruckreiniger

Ölgesättigte Holzoberflächen dürfen beim Frühjahrsputz keinesfalls mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden; dies kann zu Beschädigungen an der Oberfläche führen; es darf hier nur sanft per Hand oder mit einer Tellermaschine Reinigungsmittel aufgetragen werden. Zum Vergleich: Aus dem Gartenschlauch tritt das Wasser mit einem Druck von rund 4 bar aus, bei einem Hochdruckreiniger ist der Druck mehr als 37 mal so groß und beläuft sich auf bis zu 150 bar.

Hochdruckreiniger bergen jedoch nicht nur für Holzterrassen Gefahren, auch bei Steinterrassen müssen sie mit Bedacht eingesetzt werden, weil durch den hohen Druck die Fugenmasse zwischen den Steinplatten/Betonplatten unterspült werden kann. Es muss also darauf geachtet werden, die Fugen nicht abzuspritzen, sondern manuell oder mit Chemikalien vom Schmutz zu befreien, oder man muss die Fugen nach der Behandlung mit dem Wasserstrahler neu auffüllen, d. h. frisches Fugenmaterial einkehren. Dafür eignen sich Sand oder Basaltsand. In jedem Falle empfiehlt es sich, Schmutz und Moos vor dem Einsatz des Hochdruckreinigers zunächst mit einem Besen zu Leibe zu rücken.

Sollte es sich um eine mit Fliesen oder Natursteinboden belegte Terrasse handeln, ist oftmals der Einsatz eines Hochdruckreinigers unbedenklich. Jedoch auch hier sollte im Vorfeld an einer kleinen Stelle ein Probestück gereinigt werden. Da es sehr viele Unterschiede im Bereich der Hochdruckreiniger gibt, sollten Sie sich vor dem Kauf im Fachhandel oder Baumarkt erkundigen, welches Gerät für Ihren Verwendungszweck infrage kommt. Auch im Internet,  bieten viele Fachhändler (wie z.B. hier), ein großes Sortiment an Hochdruckreinigern an.

Zwei bekannte Marken sind:

Hier ein Beispiel für eine Oberflächenreinigung

Tipp: Gegen den Moosbefall gibt es zudem handelsübliche Mittel zum Aufsprühen. Unkraut, das aus den Fugen sprießt, kann auch mit einem im Baumarkt erhältlichen Gasbrenner der Garaus gemacht werden.

Alternativen zum Hochdruckreiniger bei Steinterrassen

Wer generell auf den Hochruckreiniger verzichten will, was langfristig gesehen auf jeden Fall schonender für das Material ist, der kann zur Reinigung von Stein  und Betonflächen auch Essigsäure verwenden. Es langt, die Terrassenbodenfläche damit abzuschrubben und es lange einwirken zu lassen. Ein anschließendes Abspülen ist oft nicht nötig; dafür sorgt in der Regel der nächste Regen.

Auch eine Versiegelung von Betonplatten ist möglich und sorgt dafür, dass Moosbefall langfristig kein Thema ist. Für die Oberflächenversiegelung von Terrassenplatten gibt es spezielle UV beständige Reinigungsmittel, teilweise auf NANO Basis, die im Baumarkt oder Fachhandel erhältlich sind.

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Thema: Heimwerken

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