Altbau als Passivhaus

Sonntag, 13. Oktober 2013 | Autor:

Was ist ein Passivhaus?

Altbau als PassivhausUnter einem Passivhaus versteht man ein Haus – in der Regel ohne herkömmliche Heizungsanlage – das aufgrund der Ausnutzung passiver Energiequellen wie der Wärmeabstrahlung technischer Geräte oder des Sonnenlichts einen maximalen Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden im Jahr aufweist, der durch regenerative Energiequellen wie bspw. Solarenergie abgedeckt wird. Dieser geringe Heizwärmebedarf wird durch eine spezielle Dämmung des Hauses erreicht, bei der verschiedene Komponenten wie Dach, Wände, Türen und Fenster eine entscheidende Rolle spielen.

Neben dem maximalen Heizwärmebedarf gibt es noch weitere PassivhausKriterien wie bspw. der Primärenergiebedarf und die Heizlast. Der PassivhausStandard ist relativ neu; nichtsdestoweniger handelt es sich bei einem Passivhaus nicht zwangsläufig um einen Neubau; auch Altbauten können zu einem Passivhaus umgebaut werden. Dazu sind entsprechende Sanierungsmaßnahmen notwendig.

Sanierung eines Altbaus

Bevor es zur Sanierung eines Altbaus kommt, stellt sich zunächst die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Tatsächlich ist es so, dass eine Komplettsanierung in jedem Fall sehr (kosten)aufwändig ist und damit oftmals an wirtschaftlichen Erwägungen scheitert. Dann bietet sich eine Teilsanierung an, d. h. die Installation einzelner Passivhauskomponenten bspw. Passivhausfenster mit DreischeibenWärmeschutzVerglasung, die Verbesserung der Haustechnik oder die Reduktion von Wärmebücken; dies sorgt für eine höhere Energieeffizienz des Gebäudes, auch wenn die PassivhausStandards nicht in ihrer Gesamtheit erfüllt sind.

Ein seit vielen Jahren erfolgreicher Anbieter von Fenstern für Passivhäuser ist Fensterhandel.de. Hier kann man die Fenster direkt im Onlineshop konfigurieren. Das Fenster Novo-Royal z.B. ist passivhausgeignet. Hier kann man bei einem 3-fach Glas mit Swiss-Spacer-V einen Uw-Wert von 0,72 erreichen.

Bei richtiger Planung lassen sich PassivhausKomponenten problemlos in einem Altbau einsetzen. Maßnahmen für die Außendämmung bieten sich auch im Zuge von Renovierungsmaßnahmen an, bspw. bei einem Neuanstrich der Außenfassade. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bezuschusst – unter bestimmten Konditionen – Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden (energetische Modernisierung) mit bis zu 18.750 €. Angesichts steigender Energiepreise und strenger Klimaschutzvorschriften stellt sich für alle Hausbesitzer die Frage der energetischen Erneuerung.

Nicht zuletzt ist der Wohlfühlfaktor auch ein wichtiges Kriterium: Mit Passivhausstandards gehören kalte, feuchte Wände, schlechte Luft, Schimmel an Wänden und Eisblumen an Fensterscheiben der Vergangenheit an.

Sanierungsmaßnahmen

Die konkreten Sanierungsmaßnahmen, die getroffen werden müssen, sind die folgenden:
Dämmung der Außenhülle wie Dach, Wand und Kellerdecke bzw.- Bodenplatte Installation von Passivhausfenstern und Passivhaustüren (U-Wert von maximal 0,8 W/m²K) Einbau effizienter Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung Einbau von Wärmeerzeugern auf der Basis regenerativer Energiequellen (bspw. Solarmodule) Bei der Dämmung der Außenwände ist auf Luftdichtigkeit zu achten; diese ist ein wichtiges PassivhausKriterium.

Außerdem sind sogenannte Wärmebrücken zu vermeiden – das sind Bereiche von Gebäudebauteilen, die einen höheren Wärmeverlust als die angrenzenden Bereiche aufweisen. Ein Problem bei der Sanierung stellen denkmalgeschützte Fassaden von Altbauten dar; hier ist nur eine Dämmung von innen möglich. Bei anderen Fassaden lässt deren Beschaffenheit weder von innen noch von außen eine ausreichend dicke Wärmedämmung zu.

Klimaschutz

Die Sanierung eines Altbaus zum Passivhaus stellt zudem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar, sind die Altbauten aufgrund ihrer schlechten Isolierung und der hohen Decken doch erwiesenermaßen große CO2-Verbraucher. So bewegt sich der jährliche CO2Ausstoß eines Altbaus zwischen 30 bis 60 kg pro m² pro Jahr, wohingegen er bei einem Passivhaus etwa 2 kg pro m² pro Jahr beträgt. Bedenkt man, dass es Millionen Altbauten in Deutschland gibt, erkennt man das riesige Energiesparpotential.

Außerdem amortisiert sich die Investition in die Sanierung, spart man doch jedes Jahr bei der Heizkostenrechnung bares Geld. Mit einer Modernisierung und der Herstellung des PassivhausStandards lässt sich der Heizölverbrauch von 22 Litern auf 1,5 Liter pro m² pro Jahr reduzieren, was eine Einsparung von über 90 % darstellt.

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Thema: Altbausanierung allgemein

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